Mit dem fünften Mann im Rücken soll's aufwärts gehen!

Hilpoltstein (bb) – Jetzt geht’s los: Mit vier Heimspielen hintereinander will sich der TV Hilpoltstein im Mittelfeld der 2. Tischtennis-Bundesliga festsetzen und das Abstiegsgespenst verbannen. Erster Gegner ist an diesem Sonntag um 14 Uhr der NSU Neckarsulm. Der Traditionsverein aus dem Schwabenland kommt zwar als Tabellenletzter in die Burgstadt, hat aber in der Rückrunde schon zwei Siege vorzuweisen.

Im Gegensatz zu den Gästen, warten Hilpoltsteins Asse im neuen Jahr immer noch auf ihren ersten Erfolg. Deshalb liegen Flemming und Co derzeit auch auf dem zweiten Abstiegsplatz. Das könnte nervös machen, doch die Hilpoltsteiner Verantwortlichen sind zuversichtlich: „Mit unseren tollen Fans im Rücken werden wir eine Siegesserie starten“, prophezeit auch Kapitän Alexander Flemming“. Selbstvertrauen schenkt ihm nicht nur das deutliche 6:1 aus der Vorrunde, sondern auch die klare Formsteigerung.

Flemming selbst (9:15 Siege) wies das rumänische Wunderkind Rares Sipos zuletzt klar in die Schranken und zeigt eine Woche vor den deutschen Einzelmeisterschafen im Training bereits wieder seine alte Klasse. David Reitspies (13:11), der zweite Spitzenmann, gehört mittlerweile zu den Besten der Liga und spielt sich auf der World Tour immer mehr in den Vordergrund. Dennis Dickhardt (12:12) kann, wenn er berufsbedingt gut trainieren kann, gegen jeden Gegner im hinteren Paarkreuz gewinnen, und auch Neuzugang Francisco Sanchi (6:10) hat sich spielerisch deutlich verbessert – er muss halt, nach zwei gewonnen Sätzen wie zuletzt, seine Nerven besser in den Griff bekommen.

Einen Grund, Neckarsulm zu unterschätzen, gibt es nicht. Die Schwaben waren in der Rückrunde schon zweimal erfolgreich – wenn auch gegen ersatzgeschwächte Gegner. Darunter waren aber mit Bad Homburg (6:4) und Fulda (6:4) Mannschaften, die weit vor dem TV Hilpoltstein liegen. Vielleicht kommt den Gästen sogar die Umstellung zugute, die sie nach der Vorrunde vornehmen mussten. Neue Nr. 1 ist jetzt das Abwehr-Ass Florian Bluhm (vorderes Paarkreuz 2:6). Gegen den jungen Deutschen, nach Nationalspieler Ruwen Filus vielleicht der beste Abwehrer im Land, müssen sich Reitspies und Flemming gehörig anstrengen, um erfolgreich zu bleiben. Jens Schabacker (2:18) konnte bisher nicht an seine früheren Leistungen anknüpfen, bleibt aber immer gefährlich.

Im hinteren Paarkreuz können die Schwaben mit dem fast 50-jährigen tschechischen Sympathieträger Josef Braun (6:0 in der Rückrunde, gesamt 9:8) einen der wenigen ungeschlagenen Spieler der zweiten Halbrunde vorweisen. Dennis Dickhardt darf sich an dem Routinier, der bald schon 20 Jahre in Neckarsulm spielt, die Zähne ausbeißen. Francisco Sanchi bekommt es zuerst mit Julian Mohr zu tun (hinteres Paarkreuz 4:2), dem hochtalentierten Sohn von Neckarsulms sportlichem Leiter Alexander Mohr – wahrlich keine leichte Aufgabe.

Mit einem Sieg könnten die Hilpoltsteiner an einem Spieltag, bei dem alle Mannschaften im Einsatz sind, den bisherigen Abstiegsplatz verlassen. Leicht wird das nicht, doch sie hoffen auf das beste Publikum der Liga als „fünftem Mann“.

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