Hip III mit "Rumpftruppe" beim Start in die Verbandsliga

Hilpoltstein (mu) – Für die dritte Herrenmannschaft des TV Hilpoltstein hat am Wochenende das große Abenteuer Verbandsliga begonnen. Nach der letzten Saison, gekrönt mit der sensationellen Lastminute-Meisterschaft in der Tischtennis-Mittelfrankenliga und dem damit verbundenen Aufstieg, waren sämtliche Ligen in Bayern neu betitelt und zusammengestellt worden. War man früher in der Landesliga am Start, so heißt die neue Klasse nun Verbandsliga.

Viel mehr Veränderung als die neue Bezeichnung bedeutet für den TV Hilpoltstein allerdings die Gebietszusammenstellung: waren die Mittelfranken bis dato mit Oberpfälzer Teams in einer Gruppe und hatte in der Regel keine übermäßig weiten Fahrten anzutreten, so ist seit dieser Saison Mittelfranken in einer Staffel mit Unterfranken. Statt Altdorf und Kümmersbruck heißen die Gegner nun Wombach, Hösbach oder Würzburg. Die erklärte Hobbymannschaft wurde dazu etwas umgebaut und mit Andreas Wechsler verstärkt, der als Kapitän der zweiten Mannschaft in die Dritte zurückgeht und mit Alexander Christoph das vordere Paarkreuz bildet. Hinten treten mit den beiden Eigengewächsen Simon Tempelmeier und Leon Döbler zwei Hoffnungsträger an, die noch viel Entwicklungspotential haben und mit denen die Mannschaft wachsen kann. In der Mitte sollen sich planmäßig die erfahrenen Routiniers Florian Seitz, Tobias Mulack und Christian Haubner zwei Plätze teilen und der Mannschaft möglichst viel Stabilität verleihen.

Am ersten Doppelspieltag der neuen Saison gelang dies nicht wie gewünscht, sowohl Mulack als auch Haubner waren privat verhindert. Da Wechsler noch im Urlaub weilt, auch noch Tempelmeier ausfiel und die nächsten Mannschaften ebenfalls im Einsatz waren, ergab sich eine ungewöhnliche und für alle Beteiligten unangenehme Situation: in einem Auswärtsspiel konnte man ganze fünf Mann stellen, im zweiten sogar nur noch vier: dass man dann beim DJK Niedernberg und beim SV Hörstein nur jeweils knapp mit 5:9 unterlegen war, lässt zwei Schlüsse zu: je nach Stärke der restlichen Kontrahenten sollte es zum einen in Bestbesetzung eine gute Chance auf einige Punktgewinne des Überraschungs-Aufsteigers geben. Zum anderen scheinen die verbliebenen Stammakteure Christoph, Seitz und Döbler schon eine erstaunliche Frühform aufzuweisen.

Beim DJK Niedernberg konnte mit Anton Pajnic und Erik Lorenz zwei Akteure aus der vierten Mannschaft aufbieten. Besonders Pajnic, mit einem feinen Ballgefühl und großem Spielverständnis ausgestattet, konnte dabei überzeugen und mit einem knappen 11:8 im fünften Durchgang gegen Diel gar in der Mitte punkten. Student Christoph und Aufschlagkünstler Seitz hatten einen guten Tag erwischt und siegten nach ihrem gemeinsamen Doppel gegen Pieper/Klimczak auch noch jeweils gegen den Gastgeber-Zweier Pieper. Den fünften Zähler besorgte Youngster Döbler, der sich in den vergangenen Jahren auch durch immensen Trainingsfleiß stark verbessert hat.

Aus Niedernberg ging es direkt weiter zum nächsten unterfränkischen Gastgeber, dem SV Hörstein: hier war Pajnic nicht mehr verfügbar und Lorenz in die Mitte gerutscht, wohingegen die Positionen fünf und sechs leer blieben. Die drei verbliebenen Stammspieler zeigten sich dagegen enorm spielstark und besorgten fünf Zähler: Seitz/Christoph siegten in der Verlängerung des letzten Doppelsatzes mit 15:13 gegen Nagel/Höfer und blieben auch in ihrem ersten Einzel gegen Braum bzw. Nagel siegreich – ein toller Saisonauftakt des Frontduos. Nicht minder stark präsentierte sich im zweiten Spiel Leon Döbler: nach seinem hart umkämpften 11:9 im letzten Satz gegen Hellblau hielt er A. Braum anschließend stark in drei Durchgängen nieder – ein toller Erfolg für den Linkshänder.

Am Ende waren die beiden knappen Niederlagen ein schwacher Trost für die Hilpoltsteiner „Rumpftruppe“, schließlich war man aufstellungsbedingt schon mit geringen Chancen die undankbare Reise nach Unterfranken angetreten. Die nächste Chance auf den ersten Punktgewinn gibt es in zwei Wochen, wenn man an eigenen Platten die Gäste aus Würzburg empfängt – dann mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in vollzähligerer Aufstellung.

Ergebnisse:

DJK Niedernberg - TV Hilpoltstein III 9:5

SV Hörstein - TV Hilpoltstein III 9:5

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