Hilpoltstein muss nach unten schauen

Jülich (HK) - Exakt 509 Kilometer beträgt die Entfernung von Hilpoltstein nach Jülich.

Alex Flemming

Es ist der weiteste Trip in der zweiten Tischtennis-Bundesliga und sportlich einer der anspruchsvollsten. Nach der langen Anfahrt quer durch die Republik fehlte dem TV Hilpoltstein in Jülich, dem Ort, wo das Deutsche Forschungszentrum beheimatet ist, neben der Energie auch die Klasse. Am Ende wurden den Franken beim ortsansässigen TTC Indeland mit 1:6 deutlich die Grenzen aufgezeigt.

Es war der erwartet schwere Gang zu einem der renommiertesten Tischtennisvereine Deutschlands. Unglaubliche 45 Jahre gehörte der TTC Indeland Jülich der Bundesliga an, davon 35 der Beletage. Er gewann den Europapokal der Landesmeister und dreimal den ETTU-Pokal. Neben einem gewissen Jörg Rosskopf streiften einst Weltmeister und Olympiasieger wie Stellan Bengtsson, Wang Liqin, Jean-Michel Saive oder Liu Guoliang das Trikot der Jülicher über.

Doch die ganz großen Zeiten sind vorerst vorbei. Die Geldquellen sprudeln auch an der Rur nicht mehr so reichhaltig. Daher fristet der TTC - abgesehen von einem kurzen TTBL-Intermezzo - seit 2010 ein eher tristes Dasein in der zweiten Liga. Eine Spielklasse, die weder zur Historie noch zum Selbstverständnis des Vereins passt. In Jülich betrachtet man den Abstieg aus dem Oberhaus 2020 lediglich als Betriebsunfall und strebt den sofortigen Wiederaufstieg an. Trainer Miroslav Broda lässt an der Zielsetzung keinen Zweifel: "Wir wollen wieder nach oben."

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TTC Indeland Jülich - TV Hilpoltstein: Devos/Cnudde - Fedotov/Mühlbach 3:0, Oostwouder/Kobayashi - Flemming/Pereira 3:0, Devos - Pereira 3:1, Oostwouder - Flemming 0:3, Kobayashi - Mühlbach 3:1, Cnudde - Fedotov 3:2, Devos - Flemming 3:1.

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