Harter Kampf um Platz Drei

Hilpoltstein (bb) – Sie ist die Überraschungsmannschaft der 2. Bundesliga: die Erstliga-Reserve des TTC RöhnSprudel Fulda-Maberzell verblüfft bisher Fans wie Experten. Mit 6:4 Punkten liegt der Aufsteiger aus der 3. Bundesliga Nord punktgleich mit drei anderen Vereinen, darunter dem TV Hilpoltstein, auf dem sechsten Tabellenplatz. An diesem Samstag um 14 Uhr treffen die beiden Kontrahenten in Fulda aufeinander – ein prickelndes Match.

Dennis Dickhardt

Hier wird sich zeigen, ob der Tabellendritte aus Mittelfranken den Anschluss an die Spitze mit Mainz (6:0 Punkte) und Dortmund (6:2) halten kann. Bei der Pokal-Vorrunde in Hilpoltstein hatten die damaligen Hausherren noch mit 3:1 die Oberhand behalten, doch das war in einem völlig anderen Spielsystem mit Dreier-Mannschaften und freier Aufstellung. Jetzt, im Bundessystem mit Vierer-Mannschaften und zwei Doppeln zu Beginn der Begegnung, werden die Karten völlig neu gemischt.

Die Hessen haben ausnahmslos prominente Spieler in ihren Reihen. Der 18-jährige Schüler Meng, Fan Bo zählt zu den größten Talenten im deutschen Tischtennissport. Amtierender deutscher Jugendmeister im Doppel und Vizemeister im Einzel, Gewinner des Jugend-TOP 12 2018 und Jugend-Europameister mit der Mannschaft: alles Erfolge, die sich sehen lassen können. Bei der Pokal-Vorrunde im August gewann er gegen Alexander Flemming in einem dramatischen Match hauchdünn. Seine bisherige Bilanz: 4:4.

Auch die Nr. 2 des deutschen Spitzenvereins Fulda hat einen großen Namen: Thomas Keinath (3:6) war schon zweimal Jugend-Europameister mit der Mannschaft, mit dem Herren-Team sogar im Halbfinale der WM. Als langjähriger Trainingspartner von Timo Boll hat der heute 41-Jährige Profi – der Weltenbummler spielt mittlerweile für die slowakische Nationalmannschaft – große Erfahrung und immer noch die notwendige große Leidenschaft für den Tischtennissport.

Auch im hinteren Paarkreuz sind die Hessen bestens besetzt: Meng,  Qing  Yu, der Vater von Fan Bo, ist seit vielen Jahren Trainer des Erstliga-Teams und aus Fulda nicht mehr wegzudenken. Seine 4:1-Bilanz  beweist,  wozu der chinesisch-stämmige Penholderspieler fähig ist. Ein ähnliches Phänomen stellt der 52-jährige langjährige Nationalspieler Hans-Jürgen Fischer dar. Seine Erfolgsliste ist die längste aller Spieler von Fulda, insgesamt 11 Jahre lang hat der selbständige Unternehmer in der 1. Bundesliga gespielt – er kann’s auch heute noch, wie man an seiner 4:2-Bilanz sieht. Gespannt darf man sein, ob er das Tempo der Hilpoltsteiner mithalten kann.

Alexander Flemming (6:4 Siege), David Reitspies (4:4), Dennis Dickhardt (5:3) und Überraschungsmann Francisco Sanchi (4:2) müssen sich jedenfalls gehörig anstrengen, wenn sie ihre gute Ausgangsposition behalten wollen. Ein 0:2 in den Doppeln wie in Bad Homburg kann man sich nicht leisten, für Alexander Flemming gilt es, gegen Meng Fan Bo Revanche zu nehmen. Nach dem Match wird der Hilpoltsteiner Kapitän zum World-Cup im Ping Pong nach China fliegen, um die Künstler aus dem Reich der Mitte in dieser alternativen Tischtennissportart herauszufordern. Am Liveticker kann man verfolgen, ob er zuvor die Herausforderung in Fulda besteht.

 

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