"Er ist jetzt soweit"

Hilpoltstein (HK) - Der letzte Ballwechsel in dieser Saison der 2. Tischtennis-Bundesliga war aus Hilpoltsteiner Sicht so etwas wie ein Wink für die Zukunft: Einen 0:2-Satzrückstand hatte Hannes Hörmann am Sonntagnachmittag gegen Passaus John Oyebode noch aufgeholt und mit seinem 3:2-Erfolg den glatten 6:0-Sieg im traditionsreichen bayerischen Derby besiegelt.

 

Es war zugleich, wie berichtet, der Schlusspunkt unter die erfolgreichste Zweitligasaison in der Geschichte des TV Hilpoltstein. Warum die TV-Verantwortlichen trotz Platz zwei auf den Aufstieg in die Tischtennis-Bundesliga (TTBL) verzichten, hat wiederum auch mit Talent Hörmann zu tun.

Sicher, auch die Tatsache, dass die Fixkosten in der TTBL explodieren würden, hat die beiden Abteilungsleiter Robert Nachtrab und Uli Eckert sowie die Mannschaft um Kapitän Alex Flemming dazu bewogen, in der 2. Liga zu bleiben. Für die Lizenz zur TTBL, die eine der besten Tischtennis-Ligen der Welt darstellt, die Schiedsrichter und den regelmäßigen Umbau der Stadthalle - ein roter, "TV-gerechter" Boden müsste jeweils verlegt werden - wäre laut Eckert schon mal ein Betrag von 25000 Euro weg. Und dann ist noch kein Ball übers Netz geflogen.

"Und mit unserer Mannschaft wären wir ja gar nicht konkurrenzfähig", sagt Eckert, es müsste also noch ein Spitzenspieler aus dem Ausland geholt werden. Unabhängig von der Finanzierung steht diesem Szenario auch die Ausrichtung der Hilpoltsteiner Tischtennis-Abteilung entgegen. "Wozu machen wir denn das alles hier in Hilpoltstein", hatte Eckert wenige Minuten zuvor bei seiner Saison-Abschiedsrede die Frage in Richtung Fans gestellt. Und gab die Antwort freilich gleich selbst. "Uns ist wichtig, dass hier auch Leute aus der Region spielen. " Was die perfekte Überleitung zum Ausblick auf die neue Saison war.

Weiterlesen auf donaukurier.de

Neuen Kommentar schreiben