DTTB-Pokal: Verpatzte Generalprobe

HILPOLTSTEIN — Die Tischtennis-Asse des TV Hilpoltstein haben die Generalprobe für die am kommenden Wochenende startende Bundesliga-Saison gründlich verpatzt. In der Vorrunde des DTTB-Pokals vor heimischer Kulisse kassierten die Burgstädter gegen Liga-Neuling TTC Seligenstadt eine überraschende 1:3-Niederlage und sind damit im Halbfinale ausgeschieden.

Dennis Dickhardt

Unglücksrabe: Dennis Dickhardt vergibt bei seinem Einstand sieben Matchbälle (Foto: Erik Thomas)

Den einzigen Punkt für den TV holte Alexander Flemming, während die beiden Neuzugänge Nico Christ und Dennis Dickhardt Niederlagen kassierten. Extrem unglücklich verlief dabei Dickhardts Match gegen Matthias Bomsdorf, denn der Neu-Hilpoltsteiner vergab im fünften Satz gleich sieben Matchbälle und zog mit 9:11, 11:8, 11:4, 10:12 und 17:19 den Kürzeren.

Von der Papierform her hätte Dickhardt seinen für einen Bundesliga-Spieler relativ korpulenten Kontrahenten schlagen müssen, agierte bei den entscheidenden Ballwechseln aber teilweise ziemlich ungeschickt und eröffnete dem Seligenstädter damit immer wieder Möglichkeiten zum Angriff.

Nach dieser Niederlage lagen die Hilpoltsteiner Gastgeber, die in der ersten Runde ein Freilos gehabt hatten, 1:2 hinten, so dass es nun erneut auf Alexander Flemming ankam. Gegen Daniel Schaffer hatte sich die Nummer eins des mittelfränkischen Zweitligisten klar in vier Sätzen (11:6, 7:11, 11:6, 11:9) durchgesetzt, doch in Yoshihiro Ozawa fand er seinen Meister. Ansonsten spielt Flemming, der gerade von der Studenten-WM aus China zurückgekehrt war (in der Vorrunde ausgeschieden), gegen Asiaten sehr erfolgreich, doch gegen den gerade erst 17 gewordenen Japaner hatte er nicht viel zu bestellen (6:11, 11:5, 6:11, 9:11).

Ozawa hatte schon im ersten Spiel für Furore gesorgt, als er Nico Christ in fünf Sätzen niedergerungen hatte und seinem Gegner vor allem im Entscheidungsdurchgang keinen Stich ließ (11:4, 9:11, 10:12, 11:6, 11:2). Allerdings war der Hilpoltsteiner Neuling wegen einer Bänderdehnung auch gehandicapt, erst nach langen Diskussionen hatte das Team beschlossen, Christ spielen zu lassen.

Yoshihiro Ozawa war übrigens schon in der vorangegangenen Partie der Matchwinner gewesen. Da hatte er mit zwei Siegen gegen Adam Robertson und Yang Lei dafür gesorgt, dass Seligenstadt den Favoriten ASV Grünwettersbach mit 3:1 aus dem Wettbewerb kegelte. Der Chef und Sponsor der teuren Grünwettersbacher Formation bekam beinahe einen Tobsuchtsanfall angesichts der Viertelfinal-Pleite seines Starensembles.

Im Finale musste der TTC Seligenstadt dann aber Federn lassen, mit 3:0 setzte sich der TTC Frickenhausen II durch. Die Hilpoltsteiner wiederum müssen diese Schlappe nun schnellstmöglich wegestecken, damit beim Saisonauftakt möglichst eine gelungene Premiere folgt.

Ein Bericht von André Ammer, HILPOLTSTEINER ZEITUNG


 

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