Der Tabellenführer der TT-Oberliga zu Gast in Hilpoltstein

Hilpoltstein (mu) – Am Samstagabend steigt in der Hilpoltsteiner Stadthalle das große Spitzenspiel in der Tischtennis-Oberliga: zu ungewohnt später Zeit um 20 Uhr empfängt die zweite Herrenmannschaft den aktuellen Klassenprimus TSV Gräfelfing.

Hannes Hörmann

Die Begegnung hat für mindestens vier Teams der höchsten Bayerischen Spielklasse eine große Bedeutung, allen voran für die Burgherren selbst, denn aktuell rangiert Gräfelfing mit drei Minuspunkten vor Hip und Bad Königshofen II (jeweils sechs) und Etwashausen (fünf, ein Spiel Rückstand). Gewinnt Gräfelfing, haben sie deutlich die besten Karten in der Hand beim Thema Regionalligaaufstieg – Hilpoltstein dagegen müsste schon auf Patzer der Konkurrenz hoffen und selbst schadlos bleiben, um sich noch auf den Relegationsrang zu retten. Bei einem Unentschieden macht die Konkurrenz einen Zähler auf die beiden Kontrahenten gut. Bei einem Hilpoltsteiner Erfolg dagegen wären Gräfelfing und Etwashausen nach Minuspunkten gleichauf und Hip und Bad Königshofen nur einen Zähler dahinter. Dann spricht vieles für ein Herzschlagfinale im Kampf um die Meisterschaft und den Relegationsrang.

Für Spannung wird am Samstag also reichlich gesorgt sein, so hofft TV-Manager Uli Eckert denn auch auf „zahlreiche Fans und lautstarke Unterstützung, die unsere junge Truppe nach vorne pushen sollen“. Zuschauer dürften ihr Kommen kaum bereuen, geben doch einige klangvolle Namen ihr Stelldichein in der Burgstadt: Gräfelfing, vor eineinhalb Jahrzehnten sogar Erstligist und viele Jahre TV-Kontrahent der ersten Mannschaft, stellt mit Jonas Becker (17:6) einen der besten Einser der gesamten Liga, dicht gefolgt vom Regionalliga-erfahrenen Max Heeg (14:8). Florian Schwalm (15:7) und Routinier Bertold Pilsl (12:8) bilden eine tolle Mitte. Hinten kam Ex-Zweitligaakteur Daniel Demleitner noch nicht zum Einsatz, dafür wechseln sich Christopher Triep (4:0), Dominik Fasching (5:8) und Daniel Bursian (9:9) ab. Auch in den Doppeln stellt man fast durchweg positive Paarungen und dürfte schwer zu knacken sein.

Wollen es die Hilpoltsteiner Youngsters aber tatsächlich packen mit dem Regionalligaaufstieg, dann dürfen sie heute nicht in Ehrfurcht erstarren, schließlich hat man bislang eine ganz tolle Rolle gespielt. Und auch bei den Einzelergebnissen liegt man nicht weit hinter den Münchenern: Hannes Hörmann (13:4) spielt bislang eine famose Runde, sein junger Paarkreuzkollege Sebastian Hegenberger (10:14) würde mit etwas weniger Verletzungspech sicher auch noch besser stehen. Jaka Golavsek hat sich nach seiner durchwachsenen Halbrunde vorne in der Mitte stabilisiert (insgesamt 9:13), in der Spielertrainer Tomek Kabacinski (22:1) alles überragt. Hinten hat sich Matthias Danzer (11:8) zuletzt toll entwickelt und Johannes Stumpf (7:10) noch einige Luft nach oben. Auch in den Doppeln, in denen alle drei Standardpaarungen auf positive Ergebnisse kommen, liegt man nahezu gleichauf mit Gräfelfing. Die Bundesligareserve tut also gut daran, sich ganz auf ihre Stärken zu besinnen. Zudem wird Uli Eckert seine Jungs bestimmt noch mal ans Hinspiel erinnern, in dem man ohne den verletzten Hannes Hörmann eine ganz tolle, mannschaftlich geschlossene Leistung gezeigt und als einziges Team bislang in Gräfelfing gewonnen hatte.

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