Attraktives Heimspiel: Meister Mainz in Hilpoltstein

Hilpoltstein (bb) – Nach drei Auswärtsspielen und erst einem Match zu Hause stehen die Hilpoltsteiner Tischtennis-Asse mit 4:4 Punkten in der 2. Bundesliga sehr ordentlich da. Am kommenden Sonntag (14 Uhr) soll es vor heimischer Kulisse noch besser werden. Der Gegner ist attraktiv und könnte viele Fans in die Stadthalle locken. Kein Geringerer als der amtierende Meister 1. FSV Mainz 05 gibt in Hilpoltstein wieder mal seine Visitenkarte ab.

David Reitspies

In dieser Saison mussten die Mainzer allerdings schon mal geschlagen aus Hilpoltstein nach Hause fahren: im ersten Spiele der Pokal-Vorrunde verloren sie gegen die Hipperer etwas überraschend mit 0:3. Doch in der Punkterunde geht es in einem völlig anderen Spielsystem und nicht mehr mit Dreier-Mannschaften zu Werke. Auch wenn drei der vier Spieler voraussichtlich die gleichen sein werden wie im Pokal, gehen die noch ungeschlagenen Rheinland-Pfälzer als leichter Favorit ins Rennen um einen Platz an der Sonne. Den nehmen sie, punktgleich mit Borussia Dortmund, zurzeit mit 6:2 Punkten und Tabellenplatz drei selbst ein – und wollen ihn natürlich behalten.

An der Spitze der jüngsten Mannschaft der Liga steht der Älteste: Der schwedische Nationalspieler Simon Berglund (21) hat bisher erstklassige 6:2 Siege eingefahren. Auch wenn er beim Pokalmatch in Hilpoltstein gegen Alexander Flemming verlor: Seine Spiele gegen den wiedererstarkten Hilpoltsteiner Kapitän (4:3 Siege) und gegen David Reitspies (2:5) könnten die Begegnung entscheiden.

Da der 16-jährige Amerikaner Nikhil Kumar wohl nur auf dem Papier steht und bisher auch nicht eingesetzt wurde, musste Simon Söderlund (19), der zweite Schwede im Team der Mainzer, im vorderen Paarkreuz ran. Das ist dem einzig verbliebenen Stammspieler der letzten Saison, wo er im hinteren Paarkreuz eine tolle 17:7-Bilanz erspielt hat, nicht gut bekommen: 1:7 Siege sind ebenso kein Ruhmesblatt wie die 3:3-Bilanz des deutschen 19-jährigen U-21-Nationalspielers Cedric Meissner, der überraschend von Celle nach Mainz gewechselt ist. Voll überzeugt hat dagegen der junge Pole Maceij Kubik (16). Seine 6:2-Bilanz kann sich wirklich sehen lassen – auch seine Auftritte bei den jüngsten Mannschafts-Europameisterschaften im polnischen Nationalteam haben die Experten begeistert.

Und eine Art Geheimwaffe haben die Mainzer ja noch in der Hinterhand: Luka Mladenovic, ein Materialkünstler aus dem nahen Luxemburg, hat noch nie gegen einen Hilpoltsteiner verloren. Dennis Dickhardt (3:4) war zwar beim letzten Mal nah am Sieg, aber damit’s diesmal klappt, müsste der Pilot mehr trainieren können als bisher.

Erfolgreichster Hilpoltsteiner Spieler ist derzeit Francisco Sanchi, mit 20 Jahren der Jüngste im Team. Der argentinische National-Crack hat gegenüber der letzten Saison große Fortschritte gemacht und ist mit 2.311 TTR-Leistungspunkten sogar schon Alexander Flemming (2.321) und David Reitspies (2.316) dicht auf den Fersen. Ob „Franz“ auch diesmal zuschlägt? Zu erleben in der Stadthalle oder im Liveticker unter www.tvhiptt.de.

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