Die sind – drei Spieltage vor Schluss der Vorrunde – wichtig, und um die geht es beim Match an diesem Sonntag beim TTC Frickenhausen (15 Uhr). Derzeit kriselt es zwar ein bisschen beim früheren deutschen Meister und Europokalsieger, denn man steht in der zweiten Saison nach dem freiwilligen Rückzug aus der 1. Bundesliga eine Liga tiefer mit 2:8 Punkten nur auf dem vorletzten Tabellenplatz – das Abstiegsgespenst lauert im Hintergund. Doch unterschätzen sollte man die schwäbische Profitruppe auf keinen Fall, wie die knappe 4:6-Niederlage vom letzten Sonntag gegen das starke Borussia Dortmund beweist.
Da hat es den TV Hilpoltstein zur selben Zeit schlimmer erwischt. Zwei Tage nach dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte fuhren die Mittelfranken mit einer 1:6-Schlappe ernüchtert aus Jülich nach Hause. Diese Pleite konnte man sich zwar erklären, denn eine zehnstündige (!) Anreise ins 500 km entfernte Jülich mit vier Stunden Stau in Würzburg machte das eingeplante Samstagtraining unmöglich, und der Spannungsabfall nach dem historischen Sieg war gegen einen Erstligisten somit wohl nicht zu vermeiden. Dennoch: Der erneute Verlust der beiden Eingangsdoppel – es war schon die dritte doppelte Doppel-Niederlage der Saison – gibt den Burgstädtern schon zu denken: Ein 0:2-Rückstand ist bei diesem Spielsystem kaum noch aufzuholen.
Der Papierform nach gehen die Gäste (5:7 Punkte) trotzdem als leichter Favorit ins Gefecht. Frickenhausen kann nur einen seiner beiden Japaner einsetzen. Von denen hat Yuki Matsuyama noch kein Spiel verloren (4:0), doch danach klafft augenscheinlich eine beträchtliche Lücke. Der Däne Tobias Rasmussen (20) hat im vorderen Paarkreuz ebenso wenig überzeugt (3:7) wie im hinteren Paarkreuz der schwedische Neuzugang Jesper Hedlund (24), dem noch kein Sieg vergönnt war (0:7). Auch in den Doppeln stehen die Schwaben nicht besser da (4:6) als ihre Gäste aus Hilpoltstein (5:7).
Die müssen allerdings ausgeruht ins Match gehen, um einen Punktgewinn mitzunehmen. Die Pokal-Helden Alex Flemming (5:6), Petr David (7:3), Nico Christ (5:4) und Dennis Dickhardt (3:5) wollen ausgeruht und dennoch „heiß“ zum ersten Mal in Frickenhausen gewinnen, um nicht selbst in Abstiegsnöte zu kommen. Eine kleine Fangruppe begleitet den TV Hilpoltstein ins Neuffer Tal, wer nicht dabei ist, kann das Spiel unter www.tvhiptt.de verfolgen.
Über diese Homepage kann man auch tolle Videos in HD-Qualität vom Pokal-Fight gegen Werder Bremen anschauen, und man erfährt in einigen Tagen alles Wissenswerte zum Final Four am 15. Januar in Neu-Ulm, wo im Halbfinale höchstwahrscheinlich der deutsche Rekordmeister Borussia Düsseldorf mit Timo Boll auf die Hilpoltsteiner wartet – der nächste Traum könnte wahr werden.


