HILPOLTSTEIN (aar) — Es war eine Sternstunde in der Bundesliga-Geschichte des TV Hilpoltstein, auch wenn sich am Ende doch noch der Gegner durchsetzte. Mit 6:9 unterlagen die Hilpoltsteiner Tischtennis-Asse dem Tabellenführer aus Grünwettersbach, müssen sich dieser Niederlage aber wahrhaftig nicht schämen.
Mit was für grandiosen Leistungen die Burgstädter dem Klassenprimus Paroli boten und ihn schon fast am Rande einer Niederlage zu haben schienen, war nämlich ganz großes Kino und verwandelte die Hilpoltsteiner Stadthalle zeitweise in einen Hexenkessel. Die etwa 250 Zuschauer bejubelten die Leistungen des TV-Sextetts, das schon 6:3 geführt hatte, dann aber sechs Niederlagen in Folge kassierte. „Das wir so gut aussehen werden, hätte ich nie gedacht“, freute sich der stolze Teamchef Bernd Beringer über die tolle Vorstellung seiner Mannschaft, die die bemerkenswerte Leistung im Hinspiel noch deutlich in den Schatten stellte.
Schon in den Doppeln demonstrierten die Gastgeber eindrucksvoll ihre Stärke und gingen durch die Siege von Flemming/Christ und Rösner/ Hoffmann mit 2:1 in Führung. Vor allem das Match des Hilpoltsteiner Dreierdoppels war eine gehörige Überraschung, denn Benjamin Rösner und Manuel Hoffmann fegten ihre Kontrahenten in drei Sätzen von der Platte.
Es kam noch besser, denn das vordere Paarkreuz des TV zeigte dann eine überragende Leistung und riss die Zuschauer zu Beifallsstürmen hin. Yang Lei und Adam Robertson hatten in der Rückrunde noch kein einziges Spiel verloren, fanden aber in Flemming und Christ diesmal ihre Meister. Und im Falle von Nico Christ war es sogar ein absolut souveräner Sieg in drei schnellen Sätzen. Somit stand es 4:1 für Hilpoltstein.
Im mittleren Paarkreuz mussten Felix Bindhammer und Dennis Dickhardt dann zwar Federn lassen, doch Benjamin Rösner mit einem Drei-Satz-Sieg gegen Joachim Sekinger und Manuel Hoffmann wendeten wieder das Blatt. Vor allem der Youngster im Hilpoltsteiner Team zeigte einmal mehr sein gewaltiges Potenzial, denn nach einem 0:2-Satz-Rückstand zwang er den ehemaligen Erstliga-Spieler Marcin Miszewski doch noch in die Knie. 6:3 für Hilpoltstein, und es zeichnete sich allmählich eine Sensation ab.
Dann aber setzte sich doch die Routine des Tabellenführers durch, und aus dem Vorsprung wurde eine 6:9- Niederlage. In solchen Situationen fehlt den Hilpoltsteinern immer noch ein wenig die Abgebrühtheit. Zum Beispiel bei Nico Christ, der im ersten Satz gegen Yang Lei fünf Satzbälle hatte, dann aber noch 15:17 verlor und in den nächsten beiden Durchgängen kein Bein mehr auf den Boden brachte.
Manuel Hoffmann wiederum führte gegen Sekinger in allen vier Sätzen deutlich, zog dann aber doch mit 1:3 den Kürzeren. Bei einem Sieg des Ausnahmetalents wäre durchaus noch ein Unentschieden drin gewesen, denn das Hilpoltsteiner Schlussdoppel hatte bereits 2:0 nach Sätzen geführt. Viel Lob gab es denn auch aus dem Grünwettersbacher Lager für die Burgstädter, die weiter auf dem sechsten Tabellenplatz rangieren.
TV Hilpoltstein - ASV Grünwettersbach 6:9 - Flemming/Christ - Erlandsen/Markovic 11:7, 8:11, 11:9, 3:11, 13:11; Dickhardt/Bindhammer - Robertson/Lei 3:11, 9:11, 5:11; Rösner/Hoffmann - Miszewski/Sekinger 11:6, 11:4, 14:12; Alexander Flemming - Yang Lei 3:11, 12:10, 11:8, 6:11, 11:9; Nico Christ - Adam Robertson 11:6, 11:8, 12:10; Dennis Dickhardt - Rade Markovic 11:7, 9:11, 9:11, 11:3, 4:11; Felix Bindhammer – Geir Andre Erlandsen 4:11, 10:12, 8:11; Benjamin Rösner - Joachim Sekinger 11:7, 11:9, 11:6; Manuel Hoffmann - Marcin Miszewski 8:11, 4:11, 11:5, 11:3, 11:9; Alexander Flemming - Adam Robertson 6:11, 11:8, 11:7, 5:11, 8:11; Nico Christ – Yang Lei 15:17, 4:11, 5:11; Dennis Dickhardt – Andre Geir Erlandsen 7:11, 9:11, 9:11; Felix Bindhammer – Rade Markovic 4:11, 13:15, 11:6, 9:11; Benjamin Rösner – Marcin Miszewski 6:11, 9:11, 8:11; Manuel Hoffmann – Joachim Sekinger 10:12, 10:12, 11:4, 9:11.
Bericht der RHV.

