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Hilpoltstein liefert starken Kampf

Hilpoltstein (fs) - Einen großen Kampf mit Tischtennis auf Höchstniveau konnten die 280 Zuschauer am Sonntag in Hilpoltsteins Stadthalle verfolgen, als sich das Zweitliga-Quartett des TV gegen den FSV Mainz im vorletzten Spieltag um die Tabellenspitze duellierte. Trotz höchster Gegenwehr musste das TV-Quartett beim 2:6 am Ende anerkennen, dass die Rheinland-Pfälzer an diesem Tage einen Tick besser waren. Mainz krönt damit ein starke Saison mit dem Meistertitel, während Hilpoltsteins Rekordserie von zuletzt zehn Spielen ohne Niederlage damit endet. Dennoch bleibt Hilpoltstein weiterhin auf einem starken Tabellenrang zwei der 2. Bundesliga, da auch Verfolger Dortmund gegen Bad Hamm verlor.

Bereits in den Doppeln zeichnete sich ab, dass dieses Tischtennisspiel eine große Herausforderung für den TV wird. Alex Flemming und Hermann Mühlbach konnten ihr Eingangsdoppel gegen Luka Mladenovic und dem Mainzer Urgestein, Dennis Mülller relativ klar gewinnen. Am Nebentisch im Spiel zwischen Andy Pereira und Petr Fedotov auf der einen, und Andrej Putuntica sowie Carlo Rossi auf der anderen Seite wechselten die Führungen dagegen ständig. Um es gleich vorneweg zu nehmen: Es war der Moldavier Andrej Putuntica, der an diesem Sonntag den Unterschied für Mainz ausmachte. So auch in diesem Doppel, als er immer wieder die entscheidenden Punkte machte und den knappen Mainzer 3:2 Sieg zum 1:1 sicherstellte. Auch im folgenden Einzel mit dem Hilpoltsteiner Andy Pereira lieferte sich Putuntica ein Wahnsinnsmatch mit vielen Topspin-Duellen, welche die Zuschauer immer wieder von den Stühlen rissen. Obwohl sich der TV-Kubaner mit Kräften wehrte und zwischenzeitlich den 2:2-Satzausgleich schaffte, reichte es im Linkshänder-Duell nicht – Putuntica sicherte sich auch hier Satz 5 und damit den Punkt für Mainz.

Parallel fand Alex Flemming gegen den luxemburgischen Materialspieler Luka Mladenovic zunächst überhaupt nicht ins Match und verlor schnell Satz eins und zwei. Zwar bäumte sich Hilpoltsteins Sachse im dritten Satz nochmals gegen das gefährliche und unorthodoxe Schnittspiel Mladenovics auf, doch er konnte die Niederlage und den Zwischenstand von 1:3 nicht mehr verhindern.

Nach der Pause lies Petr Fedotov gegen den Mainzer Ersatzmann Dennis Müller, der für den an Corona erkrankten Türken Yigenler ins Team rutschte, beim 3:0 nichts anbrennen, doch Hermann Mühlbach konnte seinerseits gegen den jungen Italiener Carlo Rossi nur wenig bestellen. 0:3 hieß es am Ende für den italienischen Nationalspieler im Mainzer Dress, so dass Mainz den 2-Punkte-Abstand wahren konnte. Im darauffolgenden Spitzeneinzel zwischen Alex Flemming und Andrej Putuntica erlebte der TV-Kapitän ein déjà-vu, als er die ersten beiden Sätze erneut relativ schnell abgeben musste und erst im dritten Satz ins Spiel fand. Leider zu spät – auch hier konnte er das 0:3 nicht mehr verhindern. Im letzten Einzel des Tages lieferten sich Andy Pereira und Luka Mladenovic dann nochmals einen tollen Fight – den der Mainzer Materialstratege mit 9:11 im fünften Satz knapp für sich und dem 6:2 für den FSV Mainz entschied.

Während sich die Mainzer riesig über Sieg und den Meistertitel freuten, war die Enttäuschung den Hilpoltsteinern anzumerken. Wie schon im Hinrundenspiel gingen alle Fünfsatzmatches verloren. So gratulierte Flemming dann auch den Mainzern zur „verdienten Meisterschaft“, war aber selbst mit seiner persönlichen Leistung nicht ganz zufrieden. „Ich hatte in dieser Saison schon bessere Spiele abgeliefert“, so der mit 20:11-Siegen in dieser Spielzeit insgesamt wieder überzeugende Blondschopf. „Kein Grund für uns den Kopf in den Boden zu stecken“, so Abteilungsleiter Robert Nachtrab im Anschluss an das Match. „Wir stehen auf einem phänomenalen Tabellenplatz zwei und den wollen wir im letzten Saisonspiel gegen Fortuna Passau in zwei Wochen dann auch im Endklassement sicherstellen“. Dazu ist noch ein Sieg nötig…

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