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Highlight am 3. Advent: Kampf um die Herbstmeisterchaft

Hilpoltstein (bb) – Finale furioso: Der Kampf um die Herbstmeisterschaft in der 3. Tischtennis-Bundesliga Süd geht an diesem Sonntag in seine entscheidende Phase. Der neue Tabellenführer TV Hilpoltstein empfängt in der Stadthalle mit dem Post SV Mühlhausen seinen hartnäckigsten Verfolger. Spielbeginn ist wie immer um 14 Uhr, Begrüßung um 13:45 Uhr.

Nach dem lockeren 6:0-Sieg in Versbach und dem dramatischen 5:5-Remis in Mainz hoffen die Hilpoltsteiner Tischtenniscracks bei ihrem erst dritten Heimspiel in dieser Saison auf einen Rekordbesuch. Verdient hätten sie’s allemal, denn wie sie am letzten Sonntag einen 2:5-Rückstand aufgeholt haben, war schon aller Ehren wert. In einem ihrer besten Spiele der letzten Jahre zeigten Bindhammer und Co ihren an diesem Tag bärenstarken Gegnern, dass sie auch in schier auswegloser Lage bis zum letzten Schweißtropfen kämpfen können.

Alex FlemmingNatürlich ist die Thüringer Erstliga-Reserve (12:2 Punkte, Spielverhältnis plus 23) leicht favorisiert – unschlagbar ist sie aber nicht. Beim 4:6 in Saarbrücken, wo der TV Hilpoltstein (14:2 Punkte, Spielverhältnis plus 27) mit dem gleichen Resultat gewonnen hat, zeigte sie sich verwundbar. In guter Form, und das sind sie alle vier, können die Hilpoltsteiner Tischtennis-Asse durchaus punkten – wenn sie denn vor allem in der Anfangsphase des Spiels ihre Nerven im Griff haben. Hohe Rückstände wie in Mainz oder gegen Stuttgart kann man nicht immer wettmachen.

Der international und Erstliga-erfahrene Slowake Michal Bardon – er ist der Spieler mit dem höchsten Leistungswert in der Liga – bildet den Kopf des Ausnahme-Teams. Seine bisherige 11:3-Bilanz (im Doppel mit Erik Schreyer 7:0) spricht Bände. Allerdings musste er im Pokalspiel der Erstliga-Mannschaft gegen Alexander Flemming (8:5-Siege) eine bittere 0:3-Niederlage einstecken. Ein gutes Omen für Hilpoltstein oder eher Bürde für Flemming?

An Nr. 2 der Thüringer spielt seit Jahren „Mr. Zuverlässig“ Petr David. Der sympathische Tscheche (5:2) hat seine schwere Verletzung, die ihn zu einer Pause von zwei Spielen zwang, mittlerweile überwunden, unverwundbar scheint er indes auch im Match gegen die großen Kämpfer Alexander Flemming und Nico Christ (9:4) nicht zu sein.

Umso schwerer wird’s für Dennis Dickhardt (10:2) und Felix Bindhammer (7:4) im hinteren Paarkreuz gegen Erik Schreyer, den oft exzentrisch kämpfenden „Aufschlagriesen“ der Gäste. Schreyer, der leidenschaftlich fightet und dabei seinem Namen manchmal alle Ehren macht, hat als einziger Stammspieler der Liga im hinteren Paarkreuz noch eine weiße Weste (6:0) – im Gegensatz zu seinem Paarkreuz-Kollegen Sandijs Vasiljevs (2:7). Der in der Bundesliga noch wenig bekannte litauische Nationalspieler könnte zur Achillesverse der Thüringer und damit zum Hoffnungsträger für die mittelfränkischen Tischtenniskünstler werden.

Ein Punkt würde den Hilpoltsteinern zur Herbstmeisterschaft reichen, doch sie wollen mehr: ein Sieg gegen den ostdeutschen Traditionsverein wäre ein tolles Weihnachtsgeschenk für die besten Tischtennisfans der Liga und eine gute Ausgangsposition für das, was im kommenden Jahr wirklich zählt – der Titel.