TV Hilpoltstein gegen 1. FSV Mainz 05
Noch nicht einmal 18 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der Mainzer Stamm-Vier. Genau so jung ist auch der Star des Tabellenzweiten Mainz 05: Der US-Amerikaner Kanak Jha hat es bis an die Spitze der U 18-Weltrangliste gebracht, in einigen Jahren will er nach den Sternen greifen und 2018 in Los Angeles eine olympische Medaille gewinnen. Derzeit trainiert der ehrgeizige Aufsteiger, der bereits im Alter von 14 Jahren nach Europa kam, um Tischtennis-Profi zu werden, unter professionellen Bedingungen bei Meistertrainer Dirk Wagner jeden Tag in Grenzau, jenem Erstligaverein also, gegen den Flemming und Co einen Tag später im Pokal-Achtelfinale antreten.
Ein reizvolles Duell also, zumal Mainz und Hilpoltstein fulminant in die Saison gestartet sind. Die „Meenzer“ gewannen ebenso souverän ihre Vorrundengruppe im Pokal wie die „Hipperer“, und beim Punktspiel-Auftakt gegen den Meisterschafts-Favoriten Bad Homburg sorgten sie mit einem 6:1-Sieg gleich für eine Sensation. Nur der TV Hilpoltstein war mit zwei Siegen bisher noch besser und ziert somit vor Mainz die Tabellenspitze.Neben Jha, dem nominell besten Spieler der Liga, agiert für Mainz noch der junge Franzose Irvin Bertrand im vorderen Paarkreuz – er gehört zu den größten Talenten Europas. Das kann man auch von Simon Söderlund sagen: der Schwede hat bei den Jugend-Europameisterschaften 2017 Bronze im Einzel und Silber im Doppel gewonnen. Der erst 17-jährige Italiener Carlo Rossi an Nr. 4 war vor wenigen Jahren gar Schüler-Europameister. Da müssen sich Alexander Flemming, David Reitspies, Dennis Dickhardt und Francisco Sanchi gehörig anstrengen, wenn sie ihre Tabellenführung verteidigen wollen.



