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Gleich dicke Brocken zu Saisonbeginn - das schwerste Los von allen

Hilpoltstein (bb) – Endlich geht’s los! Die 2. Tischtennis-Bundesliga – seit April dieses Jahres gab es keinen Mannschaftskampf mehr – startet in eine neue Bundesliga-Saison. Für den mittelfränkischen Spitzenverein TV Hilpoltstein ist es bereits die neunte hintereinander.

Am heutigen Samstag erfolgt um 11 Uhr im Schalander der Landbrauerei Pyras die offizielle Mannschaftspräsentation (Bericht folgt). Morgen schon beginnt für die Tischtenniscracks um Kapitän Felix Bindhammer der Ernst des sportlichen Lebens: Mit der Pokal-Vorrunde auf Bundesebene eröffnen 20 Zweitligisten schon traditionell ihre Saison. Tradition ist es auch, dass der TV Hilpoltstein das schwerste Los von allen gezogen hat.

Nico ChristKein Geringerer als der ASV Grünwettersbach ist Gastgeber und im Viertelfinale auch erster Gegner der Mittelfranken. Die überwiegend ausländischen Cracks aus dem wohlhabenden Karlsruher Vorort gelten als klarer Favorit in der schweren Vorrundengruppe Süd II. Im letzten Jahr zur gleichen Zeit gelang dem TV Hilpoltstein zwar eine echte Sensation, als er die verdutzten Stars aus Baden-Württemberg mit einer deftigen 3:0-Schlappe wieder nach Hause schickte. Diesmal jedoch dürfte das bärenstarke Team um den wallisischen Rekord-Nationalspieler Adam Robertson den „Unterdog“ aus Hilpoltstein nicht mehr unterschätzen, zumal die Begegnung vor eigenem Publikum stattfindet.

Und selbst wenn die bayerischen Gäste ihren Coup vom letzten Jahr wiederholen könnten, wird es schwer, als Gesamtsieger die Pokal-Vorrunde zu gewinnen. Denn im Halbfinale wartet mit dem TTC Weinheim ein weiterer ganz dicker Brocken, der zuvor Freilos hatte. Das Team um Ex-Nationalspieler Jörg Schlichter, Doppelpartner des Hilpoltsteiner Leaders Alexander Flemming und zusammen mit diesem auch deutscher Meister 2013, tritt ebenso wie Hilpoltstein tin der gleichen starken Besetzung wie in der letzten Saison an, als man in der Tabelle einen Platz vor den Mittelfranken einnahm.

Am leichtesten wäre der Gegner, so seltsam das klingen mag, tatsächlich im Finale, wo mit dem FSV Mainz 05 oder dem Liga-Neuling SpVgg Ottenau, die beide ebenfalls Freilos bis zum Halbfinale haben, durchaus schlagbare Gegner warten.

Der Sieger dieser Pokal-Vorrunde hat in der ersten Hauptrunde Heimrecht gegen den Post SV Mühlhausen, der ja als Meister der 2. Bundesliga Süd in die 1. Liga aufgestiegen ist. Aber bis es soweit ist, müssen Alexander Flemming, Nico Christ, Arne Hölter, Dennis Dickhardt und Felix Bindhammer mächtig schwitzen – nicht in der Sonne, sondern in der Grünwettersbacher Sporthalle.