Doch der sonntägliche Gegner verspricht ein dicker Brocken für die Hilpoltsteiner zu werden. Aktuell steht die Erstligareserve des FCS mit nur fünf Punkten auf der Habenseite auf Tabellenplatz neun, was gleichbedeutend mit dem Abstieg wäre. Den Abstieg wollen die Saarländer jedoch um jeden Preis vermeiden, da deren Reserveteam als Nachwuchsbecken große Bedeutung für das TTBL-Team hat und zudem entscheidend für den Fortbestand des Saarbrückener Leistungszentrums ist. Wie in den Spielzeiten zuvor traten die Saarländer in der Vorrunde jedoch in ständig wechselnder Formation auf, was der Grund für den Tabellenplatz ist. Pech für den TV, dass der 29jährige Belgier Cedric Nuytinck, der in der Weltrangliste bereits unter den Top 40 rangierte und aktuell in der ersten Bundesliga 3:2-Siege erzielte, sein einziges Spiel der Vorrunde in der FCS-Reserve gegen Hilpoltstein absolvierte und dabei das vordere Paarkreuz der Mittelfranken deutlich im Griff behielt. Und auch sein Paarkreuzkollege, der Japaner Jin Takuya, steht Nuytinck in nichts nach. Auch er ist in der Weltrangliste unter den Top 100 geführt und wird versuchen, die Vorrundenniederlage gegen Pereira auszumerzen. Ob der tschechische Nationalspieler Tomas Polansky ebenfalls zum Einsatz kommt, ist derzeit genauso offen, wie die weitere Aufstellung des Gegners. Die Saarländer können aus einem Pool von weiteren sechs Spielern wählen, die allesamt sehr gutes Zweitliganiveau besitzen: Angefangen vom starken Inder Manav Takkhar, dem Japanar Hiromu Kobayashi, dem Türkein Talha Yigenler, dem Slowenen Peter Hrbar oder dem Belgier Olaf Kosolowsky haben die Saarländer die Qual der Wahl.
Hilpoltstein indes kann ganz entspannt in das Spiel gehen. Zurück auf Tabellenplatz zwei hat man definitiv nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. "Natürlich wollen wir uns auch am Sonntag behaupten und zeigen, dass wir zurecht so weit vorne in der Tabelle stehen", gibt sich TV-Kapitän Alex Flemming optimistisch, auch wenn die Favoritenrolle bei den Spielern des FCS liegen dürfte. Doch vielleicht können die Mittelfranken Kapital schlagen, dass der Druck auf den Schultern des Gegners lastet. "Saarbrücken muss gegen uns punkten, eine Niederlage würde sie im Kampf um den Ligaverbleib zurückwerfen", schätzt TV-Abteilungsleiter Robert Nachtrab ein, der wieder auf die Unterstützung der eigenen Fans hofft. "Die Stimmung bei unseren Heimspielen, bei denen zuletzt 350 Leute unser Team anfeuerte, ist großartig und hilft uns auch gegen starke Gegner". In jedem Fall wird es am Sonntag um 14 Uhr in der Stadthalle Hilpoltstein wieder zu einem sportlichen Leckerbissen kommen, das Zuschauen lohnt sich also.


