Jülich, das über eine lange Tischtennistradition in der ersten und zweiten Bundesliga verfügt, tritt seit jeher auch mit einigen Top-Spielern aus den räumlich nahe liegenen Nachbarländern an. So sind es gerade 20 km nach Holland und auch der Grenzübergang nach Belgien liegt nur in 30 km Entfernung. Kein Wunder, dass man sich auch für diese Spielzeit einige der stärksten Vertrteter der jeweiligen Länder sicherte.
Neben dem 28jährigen Robin Devos, aktueller belgischer Nationalspieler agiert nun erstmals auch sein Bruder Laurens (22 J) im vordern Paarkreuz. Der mehrfache und amtierende Paralympicsieger gehört wie sein Bruder zu den Topspielern im Spitzenpaarkreuz. Komplettiert wird die Vertretung aus dem Dreiländer-Eck vom starken Florian Cnudde (BEL), dem Holländer Kas von Oost sowie dem Nachwuchstalent Barry Berben(19 J/ NL).
"Es wird in jedem Fall ein Fight auf Augenhöhe und Jülich will sicher die derbe Rückrundenniederlage aus der Vorsaison wieder ausmerzen", schätzt TV Abteilungsleiter Robert Nachtrab das Spiel im Vorfeld ein. Damals schickte Hilpoltstein in Bestbesetzung die ersatgeschwächte Jülicher Vertretung mit der Höchststrafe von 6:0 auf den Heimweg. "Das wird sicherlich dieses mal nicht passieren, dafür sind sie einfach zu stark", so Nachtrab weiter.
Doch in Hilpoltstein geht man das Auswärtsspiel zwar ohne Druck aber doch konzentriert an. "Wir haben den Vorteil, dass wir in den Doppeln bereits gut aufeinander eingespielt sind. Ein guter Start würde uns auch gegen Jülich gut tun", untermauert Flemming einmal mehr die Bedeutung der Eingangsdoppel. Und da Andy Pereiera, Petr Fedotov und zuletzt auch Alex Flemming selbst an frühere Topleistungen anknüpften, braucht man selbst vor dem Traditionsclub Jülich keine Angst zu haben. Lediglich Hannes Hörmann agierte in den bisherigen Ligaspielen noch etwas unglücklich, was weniger an den eigenen Leistungen sondern vielmehr an der weiter gewachsenen Leistungsdichte der zweiten Bundesliga lag. Womöglich platzt auch bei ihm der Knoten in dieser Saison an diesem Wochenende. Zu wünschen wäre es ihm und dem Team.


