„Man of the match“ war in Stein zweifelsohne der neue TV-Frontmann Mohamad Hamie: nach einer überzeugenden Leistung im Doppel an der Seite von Jaka Golavsek (3:1 gegen Matuka/Drobietz) konnte er gleich beide Einzel vorne gewinnen. Gegen den Weißrussen Mikalai Zrazhavets drehte die libanesische Kämpfernatur einen 1:2-Satzrückstand und siegte nach einem dramatischen Finish in der Verlängerung des Entscheidungssatzes. Was der junge Neuzugang in der Folge mit dem gefürchteten Polen Dariusz Kabaczinski anstellte, verblüffte doch so einige Fachleute: ohne Probleme mit den starken Kabaczinski-Aufschlägen wies er den Steiner Frontmann gleich mit 3:0 in die Schranken. Mit dem gleichen Ergebnis war zunächst Jaka Golavsek seinem Steiner Angstgegner unterlegen, ehe er den Weißrussen Zrazhavets in einem hochklassigen Duell mit 3:2 bezwang.
Ebenfalls ganz stark präsentierte sich Hannes Hörmann: das 13jährige Ausnahmetalent, Anfangs mit Andreas Wechsler noch chancenlos gegen Kabaczinski/Zrazhavets, konnte gleich beide Duelle in der Mitte siegreich gestalten. Sowohl gegen den Mazedonier Ghennadi Mazur als auch den kroatischen Schüler Toni Matuka siegte der Hilpoltsteiner dank toller Nervenstärke jeweils mit 12:10 im letzten Satz. Etwas unglücklich präsentierte sich der auch erst 14jährige Bastian Hegenberger gegen die gleichen Akteure in der Mitte), als er trotz ansprechender Ballwechsel zweimal mit 1:3 unterlag, nachdem es im Dreierdoppel an der Seite von Tarik Mahroum ein knappes 2:3 gegen Mazur/Mazur gegeben hatte.
Noch ungeschlagen ist derweil sein Doppelpartner Tarik Mahroum. Einen Tag nach seinem Geburtstag konnte er erneut beide Duelle für sich entscheiden: gegen Daniel Drobietz siegte der Materialkünstler mit 3:1, ehe er Gastgeber-Kapitän Ilja Mazur mit dem gleichen Ergebnis niederhalten konnte. Eine abermals starke Leistung des Nürnberger Unternehmers. Gegen Mazur hatte Neuzugang Andreas Wechsler noch knapp in fünf Sätzen verloren. Dafür bewies der trainingsfleißige Akteur in der entscheidenden Phase Nervenstärke: gegen Drobietz holte der Vorhandspezialist einen 1:2-Satzrückstand auf und siegte noch knapp, aber nicht unverdient mit 3:2 zum viel umjubelten Schlusspunkt.
Alles in allem wusste man in Stein erneut nicht nur spielerisch zu überzeugen, sondern fiel auch durch großen Kampfgeist und mannschaftlicher Geschlossenheit auf.
Ergebnisse:TSV Stein – TV Hilpoltstein II 6:9
Am Sonntagabend konnte man auch im zweiten Spiel beide Punkte aus Effeltrich entführen und ist nun unangefochtener Tabellenführer in der Bayernliga Nord (Ausführlicher Bericht folgt).

