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Ein gutes Trio für DM in Chemnitz

Hilpoltstein (bb) – Bei den deutschen Einzelmeisterschaften in Chemnitz könnten die Hilpoltsteiner Tischtennis-Asse ab morgen (14 Uhr) ihren derzeitigen Höhenflug fortsetzen. Als wiederum teilnahmestärkster Verein bei den Herren hat der TV Hilpoltstein, Tabellenführer der 3. Bundesliga Süd, durchaus die eine oder andere Chance, im Konzert der Großen ein paar Takte mitzuspielen – und das, obwohl in Chemnitz ein Teil der Weltklasse am Start ist.

Bis jetzt haben alle Asse gemeldet: Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov, Bastian Steger, Patrick Franziska, Steffen Mengel, Ruwen Filus und weitere Nationalspieler wie Ricardo Walter, Benedikt Duda oder der Franke Kilian Ort  - sie alle wollen aufs begehrte Treppchen. Aus Hilpoltstein ist nur der zur Zeit wie entfesselt spielende Nico Christ fürs Hauptfeld der besten 32 gesetzt, von denen acht Spieler in der ersten Hauptrunde ein Freilos haben. Alle anderen müssen sich über acht Vorrunden-Gruppen qualifizieren, aus denen jeweils die beiden Ersten in die 1. Hauptrunde gelost werden.

Alex FlemmingAlex Flemming, Hilpoltsteins Nr. 1, führt die Vorrunden-Gruppe 1 an. Seine drei Gegner am Freitag (ab 15 Uhr) sind nicht von schlechten Eltern. Vor allem der in Hilpoltstein bestens bekannte Zweitliga-Akteur Björn Baum (TTC Weinheim) ist zu beachten, er hat in der Rückrunde seine letzten sechs Spiele gewonnen und mit einer 7:2-Bilanz wesentlich zum Aufschwung der Badener beigetragen. Aber auch ein Hartmuth Lohse, der im vorderen Paarkreuz des nördlichsten deutschen Bundesligisten, dem SV Siek, mit einer ausgeglichenen Bilanz aufwartet, kann jedem Gegner gefährlich werden. Lediglich der sächsische Regionalliga-Spieler Philipp Hoffmann (TTC Holzhausen) dürfte in dieser starken Gruppe ohne Chance sein.

Noch härter ist das Los von Dennis Dickhardt. Der Pilot im Hilpoltsteiner Trikot bekommt es sogar mit einem Erstliga-Akteur zu tun: Qiu Liang reißt mit dem TTC Frickenhausen derzeit zwar keine Bäume aus, spielt aber auch zwei Klassen höher als Dickhardt und trainiert jeden Tag mit seinem aus China stammenden Vater, der sogar schon mal „Trainer des Jahres“ in Deutschland war. Ein Sieg Dickhardts gegen den früheren Jugend-Nationalspieler und WM-Teilnehmer wäre eine Überraschung. Da auch Alexander Fischer (früher FC Tegernheim, jetzt TTC Wehrden/Saarland) und der Berliner Jugendspieler Marcus Hilker richtig schwere Kaliber auf dem Weg in die Hauptrunde sind, wäre ein Weiterkommen für Dennis Dickhardt ein schöner Erfolg.

Am größten sind die Erfolgsaussichten des Hilpoltsteiner Trios im Doppel. Dennis Dickhardt, der mit seinem früheren Vereinskameraden und Doppelpartner Arne Hölter an den Start geht, können nur Außenseiter-Chancen eingeräumt werden, doch Alex Flemming mit seinem Partner Jörg Schlichter (TTC Weinheim) gehört als zweifacher deutscher Doppelmeister ebenso zum erweiterten Favoritenkreis wie Nico Christ, der mit seinem Partner Lennart Wehking (1.FC Köln) die Bronzemedaille aus dem letzten Jahr zu verteidigen hat.Die größte Fan-Gruppe dürfte der in Leipzig geborene Lokalmatador Alexander Flemming mitbringen, denn auch seine bayerischen Freunde werden den sympathischen „Sachsen aus Hilpoltstein“ kräftig anfeuern – auf dass sein Höhenflug auch in Chemnitz anhält.