Es ist eine Premiere. Obwohl sie sich bestens kennen, sind die Spieler noch nie in einem Mannschaftskampf aufeinander getroffen. Mit einer Ausnahme: Björn Helbing, Kölns Nr. 4, (Q-TTR-Leistungswert 2.247), hat in der letzten Saison noch bei Borussia Dortmund gespielt und dort in der Rückrunde sowohl gegen Nico Christ als auch gegen Dennis Dickhardt verloren. Jetzt ist der waschechte Westfale zur Überraschung vieler Experten zum rheinischen Rivalen auf dem Fußballplatz und an den Tischtennistischen gewechselt.
Der 1. FC kommt als ungeschlagener Aufsteiger aus der 3. Bundesliga Nord in die Burgstadt und stellt die einzige Bundesliga-Mannschaft in Deutschland, die ganz ohne ausländische Unterstützung antritt. Ihr „Star“ ist der 31-jährige Linkshänder Lennart Wehking (2.385), bei den deutschen Meisterschaften der letzten drei Jahre Doppelpartner des Hilpoltsteiners Nico Christ. Mit ihm stand er 2014 sogar auf dem Siegertreppchen (3. Platz). Wehking war in der 3. Bundesliga der mit Abstand beste Spieler (23:2-Siege!), er schlug am vergangenen Wochenende bei der unglücklichen 4:6-Niederlage sogar den Dortmunder Erik Bottroff, den besten deutschen Spieler der letzten Saison. Wenn die Hilpoltsteiner Alex Flemming (2.368) und Petr David (2.355) ihn „knacken“, dürfte das der halbe Weg zum Sieg sein, denn hinter Wehking klafft leistungsmäßig doch eine kleine Lücke.
Robin Malessa (2.293) hat als ehemaliger deutscher Schülermeister zwar viel Erfahrung – zum Auftakt schlug auch er den „Riesen“ Bottroff -, doch als Favorit geht die elegant agierende Kölner Nr. 2 gegen Flemming und David nicht ins Rennen. Auf Augenhöhe dagegen das hintere Paarkreuz der Rheinländer: Gianluca Walther (2.243) und Björn Helbing sind für Nico Christ (2.265) und Dennis Dickhardt (2.251) unangenehme Gegner, gegen die zu siegen keine Selbstverständlichkeit ist. Und wer weiß: Vielleicht setzen die Kölner sogar ihren erfahrenen Kapitän Thomas Brosig (2.227) wie am vergangenen Wochenende nicht nur im Doppel (mit Walther), sondern auch im Einzel ein.
Überhaupt könnte den Doppeln wieder einmal die entscheidende Bedeutung zukommen. Wenn die Hilpoltsteiner wie gegen Passau mit 2:0 in Führung gehen, wäre das ein großer Schritt zum Sieg. Doch davor haben die Tischtennisgötter viel Schweiß – und womöglich auch ein bisschen Glück gesetzt.
Spielbeginn ist wie immer um 14 Uhr (Begrüßung 13:45 Uhr). Wer nicht in die sicher wieder stimmungsgeladene Stadthalle kommen kann, für den steht unter www.tvhiptt.de der Liveticker bereit.


