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Duell der weißen Westen

Hilpoltstein (bb) – Noch stehen die Tischtennis-Asse des TV Hilpoltstein mit blütenweißer Weste da. Doch morgen schlägt die Stunde der Wahrheit: Beim ebenfalls noch verlustpunktfreien Tabellenführer 1. FC Saarbrücken hängen die Trauben besonders hoch. Chancenlos sind Bindhammer und Co aber nicht.

Das Tabellenbild in der 3. Bundesliga Süd ist verzerrt. Die Erstliga-Reserve aus der saarländischen Metropole hat bereits sechs Spiele absolviert – davon drei zu Hause. Der TV Hilpoltstein hängt mit nur drei Spielen Anfang November da noch weit zurück. Auswärts, bei den bayerischen Rivalen TTC Wohlbach und Bayern München, gelangen den Mittelfranken zwei 6:0-Kantersiege; im bisher einzigen Heimspiel gegen den TTC Bietigheim-Bissingen kam immerhin ein 6:2-Erfolg heraus. Doch nun wartet der große Titelfavorit auf die Hilpoltsteiner.

Auch wenn die Saarländer bisher noch nicht hundertprozentig überzeugen konnten: In bester Besetzung sind sie nahezu unschlagbar. Der belgische Jungstar Cedrik Nuytinck (bisher 9:1 Siege) dürfte mit seiner schon großen internationalen Erfahrung zum besten Spieler der Liga werden.. Der ungarische Neuzugang Tamas Lakatos (7:5) könnte für Alexander Flemming (3:1) und Nico Christ (4:0) im vorderen Paarkreuz schon eher zu knacken sein.

Im hinteren Paarkreuz ist die Situation ähnlich schwer für die Gäste: Der litauische Abwehrkünstler Tomas Mikutis (9:2), von Mainz an die Saar gewechselt, stellt selbst für Dennis Dickhardt (3:0) und Felix Bindhammer (3:0), die beide gut gegen Abwehr spielen können, eine extrem hohe Hürde dar. Gegen den lange verletzten ehemaligen Jugend-Nationalspieler Marc Rode (3:4) sind die Aussichten für die beiden bisher in guter Form auftretenden Hilpoltsteiner da schon besser.

Möglicherweise werden in den beiden Doppelpaarungen schon die Weichen gestellt. Saarbrücken (bisher 6:6) scheint in den Doppeln nicht unverwundbar zu sein. Hilpoltstein (5:1) ist mit Flemming/Christ und den bayerischen Ex-Meistern Dickhardt/Bindhammer absolut konkurrenzfähig.

Eines zumindest hat der saarländische Favorit seinem Gast voraus: die beiden Siege gegen die Mitfavoriten Mühlhausen (6:4) und Mainz (6:4) wiegen schwer. Allerdings taten sich die Saarländer beim Tabellendrittletzten Bayern München (auch nur 6:4) und zu Hause gegen Versbach (6:3) nicht gerade leicht, um jetzt allzu sorgenlos in das Spitzenduell gegen den bisher härtesten Konkurrenten zu gehen. Der TV Hilpoltstein hat im bisherigen Verlauf der Saison genug Selbstvertrauen getankt, so dass man nicht ohne Zuversicht die 430 km lange Reise ins Saarland antritt.

Das Spiel verspricht viel Spannung; es beginnt am Sonntag um 13 Uhr und ist über www.tvhiptt.de am Liveticker zu verfolgen.