Zum Hauptinhalt springen

Der Siegeszug soll weiterfahren

Hilpoltstein (bb) – Nach dem sensationellen Sieg beim Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken fahren die Hilpoltsteiner Tischtennis-Asse an diesem Sonntag (Spielbeginn 14 Uhr) hochmotiviert zum Aufsteiger NSU Neckarsulm. Die Schwaben haben als Tabellenvorletzter in der 3. Bundesliga zwar noch keinen Punkt geholt, sind aber keinesfalls zu unterschätzen.

Dreimal unglücklich 4:6 haben die Tischtenniscracks um die erfahrenen „Oldies“ Roland Krmaschek und Josef Braun bisher verloren. Die „tschechische Schule“ ist dem mittlerweile 47-jährigen Braun, der schon mehr als 20 Jahre in Neckarsulm spielt, immer noch anzumerken. Doch ganz so souverän, wie er zu Zeiten von Rainer Schreiter, Rainer und Stefan Frisch agiert hat, spielt der äußerst sympathische Frontmann der NSU’ler nicht mehr auf. 3:4 Siege im vorderen Paarkreuz sind dennoch nicht zu verachten, zumal Braun in allen sieben Matches, die er bisher bestritten hat, über fünf Sätze gehen musste.

Felix BindhammerNoch besser steht sein ebenso „in Deutschland berühmter“ Paarkreuz-Kollege Roland Krmaschek da. Den Abwehrkünstler mit den zwei Staatsangehörigkeiten, der auch schon bei deutschen Meisterschaften für Furore gesorgt hat, kennen die Hilpoltsteiner Fans noch von seinem spektakulären Gastspiel beim SV Seckenheim, als er die Asse der 2. Bundesliga reihenweise aufgemischt hat. Gegen die „Abwehrkiller“ Alexander Flemming (4:2) und Nico Christ (5:1) wird Krmaschek (5:3), der seine letzten drei Spiele gewann, mit Sicherheit bis zum letzten Schweißtropfen kämpfen müssen, um seine bisher so gute Bilanz zu behaupten.

Die eigentliche Schwäche der Neckarsulmer liegt im hinteren Paarkreuz. Lukas Krämer (1:6) und Abwehrer Christian Back (0:7) haben zusammen erst ein Pünktchen geholt – zu wenig, um die wackeren Schwaben auf die Erfolgsspur zu bringen, zumal sich Dennis Dickhardt und Felix Bindhammer (beide 4:1) gegenüber der letztjährigen Zweitliga-Saison stark verbessert zeigen. Vor allem Hilpoltsteins Urgestein Felix Bindhammer hat mit seinem tollen Sieg gegen das saarländisch-litauische Abwehr-Ass Tomas Mikutis gezeigt, dass es noch lange nicht „zum alten Eisen“ gezählt werden darf.

Den größten Vorteil für Hilpoltstein sehen die Fachleute in der doch etwas überraschenden Doppelstärke der Gäste. Mit 7:1-Siegen haben die noch ungeschlagenen Flemming/Christ (4:0) und Dickhardt/Bindhammer (3:1) auch den Grundstein für den überraschenden Erfolg in Saarbrücken gelegt. Sie sollten darauf achten, dass sie auch in Neckarsulm (4:4) gleich im Doppel einen doppelten Punktgewinn einfahren, sonst könnte es wieder zu einer der legendären „Schlachten“ wie in alten Regionalliga-Zeiten kommen, von denen die Fans beider Lager noch heute schwärmen.

Das Match hat mitreisende Hilpoltsteiner Fans verdient, doch wer die relativ kurze Fahrt in die Neckarsulmer Bastei am Deutschordensplatz nicht mitmachen kann, sollte sich unter www.tvhiptt.de den Liveticker nicht entgehen lassen.