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Beim Tabellenführer hängen die Trauben hoch...

Hilpoltstein (bb) – Das letzte Punktspiel in diesem Jahr wird wohl das schwerste: Wenn Hilpoltsteins Tischtennis-Asse an diesem Samstag (19 Uhr) beim amtierenden Zweitligameister TSV Bad Königshofen antreten, gehen sie als klarer Außenseiter ins fränkische Derby. Doch ein Fünkchen Hoffnung nehmen sie mit auf die knapp zweistündige Reise an den Rand der Rhön.

Dennis Dickhardt

Das liegt daran, dass die Mittelfranken ihren Weg ins deutsche Pokalfinale „Final Four“ quasi in Bad Königshofen gestartet und dort mit ihrem Vorrunden-Erfolg für die erste dicke Überraschung in diesem Wettbewerb gesorgt haben. Doch inzwischen hat sich der gegenüber der letzten Saison noch einmal verstärkte Titelträger von dieser Schlappe erholt und sich souverän an die Spitze der eingleisigen 2. Bundesliga gesetzt. 13:1 Punkte und vor allem der 6:1-Kantersieg am letzten Wochenende in Passau sagen alles aus über die derzeitige Verfassung der Truppe um Jung-Nationalspieler Kilian Ort (20).

Seit die Königshofener Tischtennis-Ikone ihre langwierige Schulterverletzung vollständig auskuriert hat, gab es in der Runde keine Niederlage mehr – weder für Ort im hinteren Paarkreuz (9:0 Siege) noch für die gesamte Mannschaft. Das liegt aber auch daran, dass die Unterfranken zwei dicke Fische an Land gezogen haben: Den bärenstarken Japaner Kazuhiro Yoshimura (5:1 Siege) haben sie ebenso aus dem mittlerweile fast ausgetrockneten Frickenhausener Teich geangelt wie den Kroaten Filip Zeljko (5:8), der im vorderen Paarkreuz allerdings etwas unter seinen Möglichkeiten blieb und in der Pokal-Vorrunde sowohl gegen Alex Flemming als auch gegen Nico Christ verloren hat. Und wenn sie gar ganz ohne Japaner antreten müssen – in der Hinterhand haben sie ja von der letzten Saison noch Mizuki Oikawa (3:1) – wie beim 5:5 gegen den Tabellenletzten Grenzau, beginnt auch der Top-Favorit auf den Titel leicht zu wackeln.

Damit ist zwar kaum zu rechnen, doch da auch „Oltimer“ Richard Vyborny (45) im hinteren Paarkreuz nicht immer überzeugen konnte (6:4) und die Doppel (9:5) keineswegs unschlagbar erscheinen, fahren Flemming und Co nicht ganz ohne Aussichten auf Punkte an die thüringische Grenze, zumal der Hilpoltsteiner Kapitän (8:7) gegen asiatische Spieler meist gut aussieht und Petr David (9:4) seine glänzende Verfassung jetzt auch im vorderen Paarkreuz zur Geltung bringt.

Entscheidet also das hintere Paarkreuz? Da sind die Unterfranken in der Favoritenrolle – auch wenn Nico Christ (7:5) und Dennis Dickhardt (4:7) immer wieder mal für positive Überraschungen sorgen wie zuletzt in Frickenhausen. Alles in allem: Die Trauben hängen hoch in der tischtennis-verrückten Kurstadt, wo die Zuschauer derzeit massenweise in die Halle strömen. Inzwischen hat man mit einem Schnitt von 340 sogar den TV Hilpoltstein vom ersten Platz der Zuschauertabelle verdrängt.

Noch Restkarten für Neu-Ulm

In Hilpoltstein „tröstet“ man sich derweil mit den großen Erfolgen im Pokal. Wenn über 200 Fans am 15. Januar mit auf die Reise zum Final Four nach Neu-Ulm gehen, zeigt dies, dass die Tischtennisbegeisterung in der Burgstadt nach wie vor riesig ist. Ein paar wenige Karten mit 20% Vereinsrabatt gibt es unter www.tvhiptt.de ebenso noch wie freie Plätze im Bus (€ 20.- incl. Fan-Shirt und kostenlose Getränke).