„Ein Hammer-Los“ (Kapitän Alexander Flemming) beschert dem TV Hilpoltstein die wohl schwerste aller Vorrunden-Gruppen. Die Burgstädter bekommen es am Sonntag ab 10 Uhr in Bad Königshofen gleich mit dem Zweitliga-Meister der letzten Saison zu tun. Der einheimische TSV zählt auch jetzt wieder zu den Top-Favoriten, zumal sich die Profi-Truppe aus Unterfranken noch einmal erheblich verstärkt hat.
Der 20-jährige Kroate Filip Zeljko, einer der Besten der letzten Saison, ist vom TTC Frickenhausen ins Team von Kapitän Kilian Ort, 20, gewechselt. Der deutsche Nationalspieler – er trainiert in Düsseldorf beim Bundestrainer Jörg Roßkopf und beim Timo-Boll-Entdecker Helmut Hampl – hat seine langwierige schwere Schulterverletzung überwunden und freut sich auf das Bayern-Derby genauso wie Mizuki Oikawa, 19, der beste Zweitliga-Akteur der vergangenen Spielzeit. Wenn der Japaner nicht zugegen sein sollte, spielt sein ebenfalls von Frickenhausen in die Bäderstadt gewechselter Landsmann Kazuhiro Yoshimura, 20, in etwa das gleiche „Kaliber“ wie Oikawa. In der Hinterhand hat Team-Manager Andy Albert ja auch noch die ehemaligen tschechischen Weltklasse-Akteure Richard Vyborny, 45, und Marek Klasek, 41.
Während der TSV Bad Königshofen also aus dem Vollen schöpfen kann, plagen den TV Hilpoltstein Verletzungssorgen: Dennis Dickhardt verbringt wegen erheblicher Rückenbeschwerden mehr Zeit beim Arzt als in der Trainingshalle, und Alex Flemming zwickt das Knie ganz beträchtlich, so dass er nur eingeschränkt am fast einwöchigen Vorbereitungslehrgang in der Stadthalle teilnehmen kann.
Auch die anderen beiden Gegner dieser Vorrundengruppe 3 sind nicht von Pappe. Beim ehemaligen Zweitligisten FSV Mainz 05 ist neuer Schwung angesagt, denn der starke Chilene Felipe Olivares hat mit dem blutjungen Franzosen Irvin Bertrand sowie mit dem talentierten Russen Kiryl Barabanov zwei talentierte Mitstreiter bekommen, so dass Kapitän Dennis Müller nur noch als Nr. 4 auf dem Papier steht.
Der dritte Gegner des TV Hilpoltstein an diesem Tag ist die Erstliga-Reserve des ASV Grünwettersbach. Sie wäre in der letzten Saison um ein Haar in die 2. Liga aufgestiegen und ha sich noch einmal verstärkt, denn der Pole Jan Zibrat hat wie sein norwegischer Kollege Geir Erlandsen Erstliga- und internationale Erfahrung, und die beiden Youngster Florian Blum und Marlon Spieß haben sich ebenfalls erheblich gesteigert: also auch kein Zuckerschlecken.
Gespielt wird in der Gruppe Jeder gegen Jeden im ungeliebten System der 1. Liga mit Dreier-Mannschaften ohne Doppel, bis eine Mannschaft drei Siege erzielt hat. In den letzten beiden Jahren hat der TV Hilpoltstein überraschend seine Vorrundengruppe gewonnen und ist ins Achtelfinale eingezogen. Ein solcher Coup auch in diesem Jahr käme einer Sensation gleich, aber dass sie dazu fähig sind, haben die Hilpoltsteiner Cracks Alexander Flemming, Petr David, Nico Christ und Dennis Dickhardt mit ihren tollen Erfolgen in der vergangenen Saison hinlänglich bewiesen. Auf ein Neues also!


