Hilpoltstein (bb) – Am kommenden Sonntag beendet die 2. Tischtennis-Bundesliga ihre Vorrunde in der Saison 2012/2013. Der TV Hilpoltstein bestreitet in seiner mittlerweile achten Bundesliga-Saison ebenfalls sein letztes Vorrunden-Match. Bei der Erstliga-Reserve des 1.FC Saarbrücken wollen die Mittelfranken für ein positives Punktekonto sorgen.
Mit 8:8 Zählern nimmt der beste fränkische Tischtennisverein den sechsten Platz ein. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Hilpoltsteiner das letzte Spiel des Jahres gewinnen oder verlieren. Nach dem knappen Heimsieg gegen Mainz am vergangenen Wochenende können sie allenfalls noch mit dem letztjährigen Meister ASV Grünwettersbach gleichziehen, der allerdings das bessere Spielverhältnis aufweist. Bei einer Niederlage bleiben sie trotzdem vor dem bayerischen Rivalen TTC Fortuna Passau. Der SC Fürstenfeldbruck macht als Aufsteiger eine sehr gute Figur: 12 Punkte nach der Vorrunde – das wird Platz 3 oder 4!
Davon kann der 1.FC Saarbrücken nur träumen. Bis jetzt haben die Saarländer noch keinen Punkt – was sich am letzten Spieltag aber noch ändern kann. Beim personell arg gebeutelten TTC Grenzau am Samstag kann es die ersten Zähler geben, und auch der TV Hilpoltstein hat noch lange nicht gewonnen. Bindhammer und Co reisen zwar als Favoriten an, aber die jüngste Mannschaft der Liga mit einem Altersdurchschnitt von unter 20 Jahren kann den Mittelfranken durchaus gefährlich werden.
Drei junge Belgier stehen im Aufgebot der Saarländer ganz vorne. Der Beste von ihnen, Cedric Nuytinck, 19, hat als einziger ein positives Spielverhältnis (7:5), er steht damit sogar vor den Hilpoltsteiner Spitzenspielern Alexander Flemming und Nico Christ (beide 7:9). Aus keinem der bisher sieben Saisonspiele seines Vereins ging er sieglos hervor – Flemming und Christ müssen sich also warm anziehen, wenn sie gegen den manchmal etwas hitzigen jungen Belgier bestehen wollen.
Weniger erfolgreich schneiden seine Mannschaftskameraden ab. Der 18-jährige Emilien Vanrossomme hat bis dato vorne noch gar nichts gewonnen (0:11), Julien Indeherberg, 19, an Nr.3 kann erst einen Sieg (1:10) vorweisen. Der Vietnamese Lu Po-Hsien, 18, hat mit Geir Erlandsen, Rade Markovic (beide Grünwettersbach) und Benjamin Bator (Mühlhausen) drei Hochkaräter geschlagen, es reicht in der Mitte aber doch nur für eine 3:4-Bilanz – trotzdem eine hohe Hürde für Arne Hölter (4:11) und Dennis Dickhardt (7:6). In hinteren Paarkreuz stagnieren die deutschen Nachwuchsspieler Philipp Mostowys und Pascal Naumann (beide 2:6) gegenüber der guten letzten Saison schon etwas, Felix Bindhammer (8:4) und Christoph Schmidl (7:5) müssen sich dennoch vorsehen.
Die Doppel könnten den Ausschlag geben: Saarbrücken hat hier mit 6:15 Siegen noch keine Bäume ausgerissen, die Gäste aus Hilpoltstein sorgten beim 0:3 gegen Mainz aber auch für eine Nullrunde – 11:14 Siege sind die Quittung für diese Fehlleistung vom letzten Sonntag.
Einen Tag nach dem DTTB-Bundestag, bei dem die Delegierten endgültig über die Bundesligareform entscheiden, zeigt der deutsche Vizemeister aus dem Saarland wieder einmal, wie wichtig er die 2. Bundesliga nimmt. Zeitgleich mit dem Match der Reserve gegen Hilpoltstein spielt die 1. Mannschaft in der Landeshauptstadt. Das Hilpoltstein-Spiel hat man deshalb nach Blieskastel-Niederwürzbach verlegt – eine ehemalige Handball-Hochburg. Bei einem Zuschauer-Durchschnitt von bisher 19 (!) Besuchern ist es ja auch egal, wo, wann und gegen wen man in der 2. Bundesliga spielt.

