Hilpoltstein (bb) – Es ist die weiteste Fahrt der Hilpoltsteiner Tischtenniscracks. Und wenn sie am heutigen Samstag die 750 Kilometer nach Saarbrücken und wieder zurück bewältigt haben, wollen sie auch zwei Punkte mit nach Hause bringen. Doch ganz sicher ist das nicht bei der derzeitigen Verfassung des mittelfränkischen Zweitligisten.
Im Jahr 2014 wäre es jedenfalls der erste Punktgewinn für Bindhammer und Co. Der letzte Sieg liegt mittlerweile dreieinhalb Monate zurück (Anfang Dezember 6:4 gegen Ottenau), zwei Wochen später begann mit der überraschenden Niederlage in Mainz (4:6) eine lange Durststrecke, die den TV Hilpoltstein letztlich die Qualifikation für die neu eingeschobene eingleisige 2. Bundesliga gekostet hat.
Mit den letzten drei Saisonspielen will man beweisen, dass man besser ist, als es der achte Tabellenplatz besagt. In Saarbrücken und Ottenau sowie beim Finale zu Hause gegen Mainz müssen sechs Punkte her, sonst wäre die Enttäuschung im Hilpoltsteiner Lager wirklich groß. Allerdings: Die saarländische Erstliga-Reserve ist trotz ihrer erst drei Zähler nicht zu unterschätzen.
Besonders der belgische Nationalspieler Cedric Nuytinck gehört mit 21:9 Siegen zum Besten, was die 2. Bundesliga zu bieten hat. Zwar hat das erst 20-jährige Ausnahmetalent in der Vorrunde gegen Hilpoltsteins Spitzenmann Alexander Flemming (13:15) knapp verloren, doch diesmal geht er als klarer Favorit ins Rennen – es sei denn, Flemmings Form hat sich nach seiner Bronchitis am letzten Wochenende erheblich gebessert. Dies ist bei Nico Christ (9:17) eher der Fall, der sich diesmal sicher mehr wehren wird als noch in der Vorrunde.
Hinter Nuytinck tut sich bei den Saarländern ein großes Loch auf. Jungstar Marc Rode, 18, ist immer noch verletzt und dürfte ebenso wenig zum Einsatz kommen wie der serbische Ex-Nationalspieler Slobodan Grujic (2:4), der als Trainer und Spieler auf mehreren Hochzeiten, vor allem in der Erstliga-Mannschaft von Saarbrücken, tanzt.
Der Slowene Jaka Golavsek (3:17) ist auch gegen Hilpoltsteins hinteres Paarkreuz, das diesmal aus Dennis Dickhardt (7:9) und Felix Bindhammer (0:7) gebildet wird, nicht der ganz große Favorit, obwohl er gerade gegen die Mittelfranken regelmäßig seine besten Leistungen bringt. Wer neben Pascal Naumann (2:11) aufläuft, werden die Hilpoltsteiner wohl erst in der Multifunktionshalle der Sporthochschule in Saarbrücken erfahren – es dürfte nicht der stärkste Gegner der Mittelfranken sein. Mal sehen, wie die Gäste mit ihrer Favoritenrolle umgehen.
Am Liveticker kann man ab 15 Uhr das Match unter www.tvhiptt.de verfolgen.

