Hilpoltstein (bb) – Am letzten Wochenende haben die Tischtennis-Asse des TV Hilpoltstein in Saarbrücken ihren ersten Sieg des Jahres eingefahren. Am heutigen Samstag soll der nächste folgen: vom Liga-Neuling SpVgg Ottenau will der mittelfränkische Zweitligist erneut zwei Punkte heimbringen.
Die Vorzeichen stehen ganz gut: Ottenau ziert mit nur einem Pluspunkt den letzten Platz der Tabelle – Hilpoltstein hat sich zuletzt auf den siebten Rang verbessert. Auch wenn diese Platzierung am Ende nicht für den angestrebten Aufstieg in die neu eingeschobene eingleisige 2. Liga reicht: die einzige komplett deutsche Mannschaft hat im neunten Jahr ihrer Zweitliga-Geschichte zwar nicht Geschichte geschrieben, aber auch nicht völlig versagt. Man hat „nur“ den Aufstieg nicht geschafft – dazu wäre der fünfte Rang nötig gewesen. Wie und mit welcher Mannschaft es weitergehen wird, will man endgültig am letzten Spieltag (13. April zu Hause gegen Mainz) bekannt geben.
Nach Ottenau, in der Nähe von Baden-Baden gelegen, fahren Bindhammer und Co guten Mutes. Sie sind mal wieder Favorit, doch unterschätzen dürfen sie den Gegner auf keinen Fall, wie man schon in der Vorrunde gesehen hat. Damals gewannen die Mittelfranken denkbar knapp mit 6:4 – Alexander Flemming verlor vorne beide Spiele, und wenn Nico Christ beim 15:13 im Entscheidungssatz nicht einige Matchbälle abgewehrt hätte, wäre die anschließende kleine Krise des TV Hilpoltstein schon hier deutlich geworden. Danach jedenfalls holten die Hilpoltsteiner bis zum vergangenen Wochenende keinen Punkt mehr.
Jetzt will Flemming Revanche. Der Student der Betriebswirtschaften zeigt ansteigende Form. Die ist auch nötig, um die beiden aufstrebenden Talente Alvaro Robles, 22, und Joao Geraldo, 17, in Schach zu halten. Der Spanier Robles (beeindruckende Bilanz bisher: 15:12) hat schon manchen Star der Liga das Fürchten gelehrt, und der blutjunge Portugieser Geraldo (9:14) hat in der Vorrunde nicht nur gegen Flemming (14:16) überzeugt. Gut möglich, dass der bis ans Saisonende immer besser werdende Nico Christ (10:18) wieder zum Zünglein an der Waage wird.
Die große Schwäche der Ottenauer, die sich dem Vernehmen nach ganz aus dem Bundesligabetrieb zurückziehen, liegt im hinteren Paarkreuz, wo nur Maximilian Mechler ein einziger Sieg gelang. Jörg Kühnberger und Daniel Weiskopf gingen bisher ganz leer aus. Arne Hölter (10:13), Dennis Dickhardt (9:9) und Felix Bindhammer (1:7) stehen deutlich besser da, ohne freilich voll zu überzeugen. Heute können sie ihre Bilanz aufbessern.
Das Spiel kann heute ab 18 Uhr unter www.tvhiptt.de am Liveticker verfolgt werden.

