Hilpoltstein (bb) – Nur als Außenseiter reist der TV Hilpoltstein am Sonntag zum Karlsruher Vorstadtclub ASV Grünwettersbach. Der Tischtennis-Zweitligist aus Mittelfranken befindet sich zwar mit den erst jetzt verletzungsfreien Neuzugängen Nico Christ und Dennis Dickhardt sowie dem ersten Sieg (9:4 gegen Stuttgart) in besserer Verfassung als noch zu Saisonbeginn, doch ob es gegen einen der Meisterschaftsfavoriten zu einem Punktgewinn reicht, ist mehr als fraglich.
Grünwettersbach steht derzeit „nur“ auf dem dritten Tabellenplatz, doch mit einem Minuspunkt haben die Badener den von allen Vereinen als Topfavoriten getippten Post SV Mühlhausen (fünf Minuspunkte) bereits deutlich hinter sich gelassen und auch den derzeitigen Tabellenführer TTC Frickenhausen II mit 9:4 bezwungen. Von den starken Mannschaften steht nur noch der TTC Weinheim (bisher vier Minuspunkte) aus.
Es wäre also unter normalen Umständen damit zu rechnen, dass Grünwettersbach als Herbstmeister über die Ziellinie geht - wenn es in dieser Saison nicht schon viele Überraschungen gegeben hätte. So zum Beispiel die sensationelle Pokal-Niederlage der Grünwettersbacher gegen den Aufsteiger Seligenstadt. Doch das war zu Saisonbeginn, danach hat das Team um den wallisischen Nationalspieler Adam Robertson (derzeit vorne 7:3-Siege) kein Spiel mehr verloren – nicht anzunehmen, dass ausgerechnet der Tabellensiebte Hilpoltstein diese Siegesserie durchbricht.
Allerdings hat sich der letztjährige Vizemeister gegen den TV Hilpoltstein fast immer hart getan: 9:6- und 9:7-Siege für die schlag- und finanzkräftige Truppe aus Baden waren an der Tagesordnung. Also doch ein Hoffnungsschimmer für das Bindhammer-Team? Dann müsste Alexander Flemming (7:5) gegen seine „Angstgegner“ Robertson und Lei Yang (6:2) endlich mal punkten, und der ganz in der Nähe wohnende Nico Christ (5:7) gegen seine häufigen Trainingspartner den fünf Siegen hintereinander weitere folgen lassen. Benni Rösner (2:8) und Dennis Dickhardt (5:2) sind in der Mitte klare Außenseiter gegen die überragenden Ex-Erstliga-Cracks Geir Erlandsen (6:1) und Rade Markovic (8:1), und hinten darf man eigentlich nur einem Felix Bindhammer (5:1) in derzeit glänzender Verfassung Siege gegen Joachim Sekinger (4:2) und Marcin Miszewski (4:3) zutrauen – außer Youngster Manuel Hoffmann (0:2), der diesmal für Kapitän Alexander Möst zum Einsatz kommt, schafft ausgerechnet gegen den Favoriten seinen ersten Saisonsieg.
Dann wären da noch die Doppel: 7:9 bisher bei Grünwettersbach sind ebenso keine Erbauung wie die 7:13-Bilanz für Hilpoltstein – aber immerhin deutlich besser. Alles andere als eine klare Niederlage für Hilpoltstein käme also einer faustdicken Überraschung gleich. Doch wer weiß: Manchmal sind die Mittelfranken für Überraschungen gut – es könnte ja mal eine positive sein. Ob sie gelingt, können die Fans unter www.tvhiptt.de ab 14 Uhr am Liveticker verfolgen.

