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Ärgerlichen Punktverlust gegen Erlangen

(mu) – Zum zweiten Mal in Folge hat die zweite Tischtennis-Mannschaft vom TV Hilpoltstein einen ärgerlichen Punktverlust in der Landesliga Nord-Ost hinnehmen müssen: von der zweiten Mannschaft des TV Erlangen trennte man sich am Samstagabend wie schon in der Vorwoche in Windsbach mit 8:8 und ist damit die Tabellenspitze erst mal los. Neuer Tabellenführer ist der absolute Topfavorit FC Tegernheim mit 6:0 Punkten, gefolgt von den Burgstädtern mit 6:2 Zählern.

Am Samstag sah lange Zeit nichts nach einem vierstündigen Tischtennis-Krimi aus, schließlich lag der Gastgeber nach einer Stunde Spielzeit bereits mit 5:1 in Front und hatte bis dahin den Universitätsstädtern einzig den Gewinn der Einserdoppels zugestanden, in dem sich Bönold/Quick in vier Sätzen gegen die deutlich verbesserten Mulack/Toth durchsetzten. Die anderen Paarungen Seibot/Hoffmann und Haubner/Frisch siegten ungefährdet, ebenso wie Manuel Hoffmann gegen Bönold. Nur haarscharf an einer Blamage schrammte das TV-Aushängeschild Seibot vorbei, als er seinen Gegner Krause zunächst etwas unterschätzte und anschließend beinahe nicht mehr in die Spur fand; am Ende standen die ersten beiden Satzverluste der laufenden Saison und ein 11:9-Erfolg im letzten Durchgang. Christian Haubner hatte am Nebentisch nur am Anfang etwas Mühe und bezwang den guten Quick 3:1.

Immer mehr zur tragischen Figur der Mannschaft wird derzeit Kapitän Tobias Mulack: mit Müller lieferten er sich einen sehenswerten und hart umkämpften Schlagabtausch auf Augenhöhe, in dem er zunächst im vierten Satz Matchbälle gegen sich hatte und dann im fünften Durchgang schon mit 6:2 führte. Doch nach einer Auszeit seines Gegners lag er zwischenzeitlich mit 6:7 hinten und hatte beim Stande von 9:9 wieder einmal großes Pech mit einem Kantenball Müllers – dieser siegte am Ende in der Verlängerung.

Nach einer 2:1-Führung riss bei Ferenc Toth auf einmal der Konzentrationsfaden gegen Rüttinger und er unterlag ebenso wie der im Training zuletzt so starke Rainer Frisch gegen den wild angreifenden Wiesinger. Auf einmal stand es nur noch 5:4 – und Erlangen war wieder voll im Rennen. Noch mehr galt dies, als zwar Petr Seibot einen erwarteten 3:0-Sieg über Bönold feierte, aber völlig überraschend und unnötig Youngster Manuel Hoffmann gegen den diesmal überragenden Krause unterlag. Lange Zeit hatte der Neumarkter Schüler seinen Gegner dominiert und mit 2:1 Sätzen geführt, doch auf einmal ging bei ihm nicht mehr viel und er gab das Spiel noch aus der Hand. Gar mit 2:0 Sätzen führte Tobias Mulack am Nebentisch gegen Quick, doch diesmal war es ein verschlagener Schuss beim Stande von 8:8 im letzten Satz, der den Mannschaftsführer wieder mal knapp um den Lohn seiner starken Vorstellung. Da Christian Haubner bei seiner überlegenen 3:1-Vorstellung am Nebentisch auch gegen Müller überzeugen konnte, ging man wieder mit 7:6 in Führung. Rainer Frisch unterlag zur Überraschung aller auch gegen den 16jährigen Rüttinger, und so mussten das letzte Einzel von Ferenc Toth und das Schlussdoppel über den Ausgang des mittelfränkischen Duells entscheiden. die Rechnung war klar: sollte der erst 13jährige Neu-Hilpoltsteiner gegen den unberechenbaren Wiesinger die Nerven behalten, dürfte der zweite Heimsieg perfekt sein.

Und tatsächlich behielt der serbische Vorhandspezialist nach einem wahren Nervenkrimi und taktisch kluger Auszeit in der Verlängerung des Entscheidungsdurchgangs mit 13:11, das Duell der beiden besten Einzelspieler der Liga Seibot/Hoffmann gegen Bönold Quick musste über Unentschieden oder Heimsieg entscheiden. Dass das Doppel derart klar an die fehlerfrei aufspielenden Erlanger gehen würde, darauf hätte wohl keiner der Anwesenden gesetzt, doch das völlig konsternierte Hilpoltsteiner Duo fand nie seine Linie und zog glatt mit 0:3 den Kürzeren.

So gab es viele lange Gesichter im TV-Lager – und mit Sparta Nürnberg steht gleich der nächste ganz spielstarke Gegner vor der Tür, genauer gesagt vor der Hilpoltsteiner Stadthalle am kommenden Samstagabend.

Ergebnisse: TV Hilpoltstein II – TV Erlangen II 8:8