Der TTC Jülich, einer der erfolgreichsten Vereine in der deutschen Tischtennis-Geschichte und Mit-Favorit auf die Meisterschaft in der 2. Bundesliga, steht derzeit einen Platz (6:4 Punkte) vor den dem TV Hilpoltstein (5:5). Seltsamerweise sind die Einzelergebnisse der Mittelfranken (19:14 Siege) aber besser als die der Westdeutschen (18:19). Das liegt in erster Linie am vorderen Paarkreuz, in dem die Hilpoltsteiner Alexander Flemming (5:4) und Petr David (7:2) in der Paarkreuz-Tabelle derzeit mit 12:6 Siegen den ersten Liga-Platz einnehmen. Das gab’s noch nie in der 12 Jahre langen Hilpoltsteiner Bundesliga-Geschichte!
Die Jülicher Profis Lauric Jean (BEL) und Hermann Mühlbach sehen dagegen mit 6:13 Siegen überraschend alt aus. Dafür sind sie im hinteren Paarkreuz stärker. Der ehemalige Weltklassemann Petr Sereda (SLO) der junge Japaner Yoshihiro Ozawa und das belgische Supertalent Martin Allegro bringen es zusammen auf 12:6 Siege, die Hilpoltsteiner Nico Christ (4:4) und Dennis Dickhardt (3:4) müssen gegen die favorisierten Gegner dennoch punkten, wenn ihre Mannschaft eine Siegchance haben will.
Oder entscheiden wieder einmal die Doppel? In dieser Disziplin haben sich weder die
Jülicher (5:5) noch die Hilpoltsteiner Asse (5:5) bisher mit großem Ruhm bekleckert. Immerhin gelang Flemming/Christ und David/Dickhardt am letzten Sonntag gegen allerdings
ersatzgeschwächte Grenzauer ein doppelter Doppelsieg.
Gut möglich, dass die größeren Hilpoltsteiner Strapazen unter der Woche den Ausschlag für
die Hausherren geben. Doch Team-Chef Bernd Beringer gibt sich fränkisch-optimistisch: „A
Gscheider häld’s aus“.
Das spannende Match kann am Sonntag ab 14:30 Uhr über die neue Homepage des TV im Liveticker verfolgt werden.


