Jahr für Jahr werden die Kölner als Titelaspiranten gehandelt, doch Anspruch und Wirklichkeit klaffen am Rhein in unschöner Regelmäßigkeit weit auseinander. Statt um den Titel mitzuspielen, stand mal wieder Abstiegskampf auf der Agenda – ein Szenario, das mit dem Kölner Selbstverständnis nur schwer in Einklang zu bringen ist.
Kölner im Rückspiel ohne Verletzungssorgen
Neben einer geradezu chronischen Selbstüberschätzung war in dieser Saison ganz sicher auch Verletzungspech im Spiel der Rheinländer. Kölns Spitzenmann und amtierender Belgischer Meister, Adrian Rassenfosse, hatte im November wochenlang an Problemen mit der Schulter laboriert und lange nicht zur Verfügung gestanden. Ein Umstand, von dem auch Hilpoltstein beim 6:2-Hinspielerfolg profitiert hatte.
Die Ausgangsposition vor der Begegnung war klar: Da die in der Zweitliga-Tabelle knapp dahinter positionierten Hertha BSC Berlin und der 1. FC Saarbücken II einfach nicht locker lassen, benötigte Köln im Abstiegskampf noch jeden Punkt. Entsprechend engagiert gingen die Geisböcke zu Werke. Hilpoltstein musste sich also auf einiges gefasst machen.
Zunächst konnten die Gäste, die die Reise in die Domstadt mit Matthias Danzer angetreten hatten, noch dagegen halten. Im Doppel hatten Alexander Flemming und Danzer gesiegt, zudem holten Andy Pereira und Petr Fedotov jeweils in ihren ersten Einzeln die Punkte zum 3:3-Zwischenstand. Fedotov besiegte übrigens mit Lennart Wehking eine Kölner Institution. Der 37-Jährige wird den FC nach zwölf Jahren in Richtung Celle (3. Liga) verlassen.


