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Unglückliche 7:9 Niederlage beim TV Etwashausen

Hilpoltstein (mu) – Die Bayernliga-Tischtennisspieler des TV Hilpoltstein konnten auch ihren zweiten von drei Matchbällen nicht nutzen: einen Tag nach der herben 1:9-Pleite beim wie entfesselt aufspielenden TTC Rugendorf konnte sie abermals ihr Ziel nicht erreichen, mit einem Punktgewinn den direkten Aufstieg in die Oberliga vorzeitig perfekt zu machen.

Im Spitzenspiel beim TV Etwashausen, seit vielen Wochen die Mannschaft der Stunde in der Herren-Bayernliga, unterlag sie mit enorm viel Pech nach ganz starker Mannschaftsleistung denkbar knapp mit 7:9. Bitter ist diese Niederlage v.a. deswegen, weil man im Schlussdoppel beim Stande von 2:0 in Sätzen und 10:10 im dritten Satz nur zwei Punkte vom Unentschieden entfernt gewesen war – und dieses hätte gegen den direkten Konkurrenten gereicht, um schon vor dem letzten Spieltag als Meister festzustehen. Doch wie schon am Samstagabend sollten insbesondere die engen Spielsituationen allesamt an den gut aufspielenden unterfränkischen Gastgeber gehen.

Zu Spielbeginn musste der TV-Express gleich eine bittere Pille schlucken, denn Golavsek/Hörmann konnten nicht überzeugen und unterlagen überraschend glatt mit 0:3 gegen Michalik/Sasse. Ähnliches widerfuhr Hegenberger/Danzer nebenan gegen Herbert/Günzel. Gut und wichtig für den weiteren Spielverlauf, dass immerhin Bannout/Mahroum glatt gegen Röder/Botos siegreich blieben. Zu Beginn der Einzel feierte Jaka Golavsek - deutlich verbessert im Vergleich zum Vortag – ein 3:0 gegen Bastian Herbert, während Hannes Hörmann abermals toll aufspielte, aber glücklos blieb: Endstand 3:1 für den polnischen Routinier Kamil Michalik - Etwashausen führte mit 3:2.

In der Mitte ließ Mohammed Bannout nichts unversucht gegen den starken Felix Günzel, unterlag trotz großem Kampf am Ende aber mit 2:3. Ganz stark war diesmal Youngster Sebastian Hegenberger, der dem prima aufspielenden Christoph Sasse mit 3:1 die erste Rückrundenniederlage bescherte. Hinten kam mit dem 12jährigen Matthias Danzer ein weiteres großes Talent zum zweiten Mal in dieser Saison zum Einsatz und wusste auf Anhieb zu überzeugen: in einem Nervenkrimi setzte er sich nach einer ganz starken Vorstellung in fünf Sätzen gegen Christian Röder durch. Ein ganz wichtiger Erfolg in dieser Phase des Spiels, derweil Tarik Mahroum nebenan in vier Sätzen gegen Radu Botos unterlegen war – Zwischenstand 5:4 für die Gastgeber.

Jaka Golavsek ließ im Duell der Spitzenspieler nichts unversucht gegen Kamil Michalik, unterlag aber in der Verlängerung des vierten Satzes trotz einiger eigener Satzbälle. Im Duell zweier der größten bayerischen Nachwuchshoffnungen zwischen Bastian Herbert und Hannes Hörmann setzte sich diesmal der Etwashausener mit 3:0 durch – auch hier gingen mit 11:9, 11:8 und 14:12 wieder alle knappen Momenten an den TV-Gegner.

Statt beim Stande von 4:7 die Segel zu streichen, bäumten sich jedoch alle im Hilpoltsteiner Trikot nochmal richtig auf und schafften mit einem hervorragenden Auftritt des mittleren Paarkreuzes den Anschluss: nach zuvor Christoph Sasse brachte Sebastian Hegenberger auch Felix Günzel die erste Niederlage bei und spielte in den wichtigen Szenen bemerkenswert gut. Eines seiner besten Spiele im TV-Dress lieferte Mohammed Bannout ab, der direkt nach Spielschluss zum Abflug zurück in den Libanon gebracht wurde: mit einer spielerisch wie kämpferisch erstklassigen Vorstellung hielt er den guten Sasse in vier Sätzen nieder. Beim Stande von 6:7 fehlten nur noch zwei Zähler. Tarik Mahroum steuerte mit einer fast fehlerfreien Vorstellung gegen Christian Röder (3:0) den ersten Zähler bei, der gleichbedeutend mit dem 7:7-Ausgleich war. Matthias Danzer hatte nun noch keine echte Chance gegen Radu Botos, sodass es zum eingangs erwähnten Schlussdoppel kam. Hier gingen Golavsek/Hörmann nach ganz starkem Beginn schnell mit 2:0 in Führung gegen Herbert/Günzel und glichen einen 3:9-Rückstand im dritten Satz zum 10:10 aus. Am Ende ging der Satz noch in der Verlängerung an Etwashausen und das Schlussdoppel letztlich noch mit 3:2 an die Gastgeber.

Bitter für die wacker kämpfenden Burgherren, die ein rabenschwarzes Wochenende mit zwei Niederlagen hinter sich haben. Nun haben sie zwei Wochen Zeit, ihre Wunden zu lecken und mit frischem Mut und Wut im Bauch zum schweren Abschlussspiel nach Tiefenlauter zu reisen. Noch immer hat man alles selbst in der Hand und kann mit einem Sieg den direkten Aufstieg immer noch aus eigener Kraft sichern.

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