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TV Hilpoltstein schielt insgeheim auf Tabellenführung in der 2. Bundesliga

Hilpoltstein (bb) – Die Tischtennis-Asse des TV Hilpoltstein wollen nach dem großen Derby-Sieg gegen Passau (6:2) den Weg nach oben fortsetzen. Insgeheim schielen sie sogar auf die Tabellenführung in der 2. Bundesliga. Voraussetzung dazu ist ein Heimsieg gegen den TTC indeland Jülich am kommenden Sonntag (14 Uhr) bei gleichzeitigen Punktverlusten von Saarbrücken in Bad Homburg und von Bad Hamm in Frickenhausen.

Nico Christ

Der TTC Jülich ist einer der erfolgreichsten Vereine in der Bundesliga-Geschichte. In der „ewigen Tabelle“ liegen die Rheinländer auf dem dritten Platz. Auch in der 2. Bundesliga spielen sie seit dem freiwilligen Abstieg aus der TTBL eine herausragende Rolle. In dieser Saison allerdings hängen die Trauben für die Truppe von Ehrenpräsident Arnold Beginn hoch. Der Grund: Spitzenspieler Lauric Jean, Mitglied der belgischen Nationalmannschaft, hat den Verein kurz vor Wechselschluss verlassen – ein harter Schlag für den Altmeister, zumal er sich zuvor schon vom Japaner Ozawa, dem Slowaken Peter Sereda und dem zuverlässigen Sachsen Hermann Mühlbach getrennt hatte.

Neuer Spitzenspieler ist der einzig übrig gebliebene Akteur der letzten Saison, Martin Allegro. Der 21-jährige Belgier trägt das Nationaltrikot mit Stolz – stolz kann er auch auf seine bisherige 5:2-Bilanz in der 2. Bundesliga sein, vor allem auf die vier Siege hintereinander in seinen vier letzten Spielen. Diesen europäischen Shooting-Star zu bezwingen, wird für Alexander Flemming (bisher 5:7) und Petr David (3:8) gewiss keine leichte Aufgabe – unmöglich ist sie angesichts der tollen Leistungen der beiden gegen Passau und in Dortmund indes nicht. Ein bisschen einfacher dürften Erfolge der Hilpoltsteiner Spitzen-Akteure gegen den dänischen Überraschungsmeister Tobias Rasmussen gelingen, dessen 1:6-Bilanz die Jülicher Verantwortlichen sicher nicht zu Freudentänzen verführt.

Ein klares Plus hat der Tabellendritte TV Hilpoltstein im hinteren Paarkreuz zu verzeichnen. Dennis Dickhardt (7:3) und Nico Christ (7:1) verblüffen Fans wie Gegner ein ums andere Mal mit großartigen Leistungen. Dennoch dürfen beide ihr Gegenüber nicht unterschätzen. Die blutjungen Jülicher Neuzugänge Brian Afanador (4:3) und Aliaksandr Khanin (3:3) sind jederzeit für eine Überraschung gut. Der 20-jährige Afanador zum Beispiel durfte sein Heimatland Puerto Rico bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vertreten, bei der diesjährigen WM in Düsseldorf schaffte er es sogar bis ins Hauptfeld. Aliaksandr Khanin, 19, ist als weißrussischer Nationalspieler international ebenfalls schon erfahren und quasi Teamkollege des großen Vladimir Samsonov. Beide Großtalente trainieren täglich profihaft  im Tischtennis-Zentrum des 1. FC Saarbrücken.

Der TV Hilpoltstein tut gut daran, den Tabellenachten Jülich (3:5 Punkte) nicht zu unterschätzen, sondern schon in den Doppeln – da steht Jülich mit seiner 1:7-Bilanz ziemlich schlecht da – den Grundstock für einen Sieg zu legen. Im Pokal-Wettbewerb schafften es die Jülicher immerhin bis ins Viertelfinale: Erst hier war in dieser Woche gegen den Erstligisten TTC Liebherr Ochsenhausen Schluss.

Die Hilpoltsteiner Stadthalle könnte also erneut zum Schauplatz eines großen Tischtennisspiels werden. Wer es nicht schafft, live dabei zu sein, dürfte etwas versäumen, doch kann man am Liveticker jeden einzelnen Punkt zumindest zahlenmäßig mitverfolgen.

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