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Spitzenspiel gegen den Tabellenführer

Hilpoltstein (bb) – Die 2. Tischtennis-Bundesliga ist spannend wie selten zuvor. Jeder kann jeden schlagen, es gab schon fünf Tabellenführer, fast alle Mannschaften liegen dicht beieinander. Den derzeitigen Tabellenersten TTC OE Bad Homburg (10:4 Punkte) trennen nur zwei Zähler vom Tabellenvierten TV Hilpoltstein (8:6). Dazwischen liegt – mit zwei Spielen weniger – der eigentliche Leader 1. FC Saarbrücken (8:2). Gegen dieses noch ungeschlagene Top-Team muss der TV Hilpoltstein nach fünfwöchiger Spielpause am kommenden Sonntag um 14 Uhr in der Stadthalle antreten – ein Knüller!

Nico Christ

Die Cracks aus der saarländischen Landeshauptstadt kommen als Favorit in die Burgstadt. Den „heimlichen Tabellenführer“ zu bezwingen wird schwer für Flemming und Co – unmöglich ist es nicht. Das hat schon die Pokal-Vorrunde im August gezeigt: Damals knackten die Burgherren die Landesherren 3:2 – allerdings mit Dreier-Mannschaften, dem Pokal-Modus der 1. Bundesliga. Jetzt geht’s mit Vierer-Mannschaften und zwei Doppen zu Beginn des Spiels um sechs Siegpunkte – ein ganz anderes Spielsystem.

Dennoch ist Hilpoltsteins Kapitän Alexander Flemming zuversichtlich: „Ich war eine Woche in China und habe dort viel gelernt. Auch Nico, der Vater geworden ist, wird locker aufspielen – da ist durchaus was drin“. Diese optimistische Prognose wird von Dennis Dickhardt geteilt: „Wir sind im hinteren Paarkreuz mindestens auf Augenhöhe. Wenn vorne und in den Doppeln das ein oder andere Pünktchen kommt, schaffen wir, wie im Pokal, die Sensation“, prognostiziert der Pilot, sportlich mit 8:4-Siegen bisher ein Überflieger und nahezu gleichauf mit seinem Dauer-Rivalen Dennis Klein (6:2), immerhin deutscher Nationalspieler, und deutlich besser als der junge Russe Andrey Semenov, der mit seiner 1:6-Bilanz der einzige Schwachpunkt im Saarbrückener Profi-Team zu sein scheint.

Hilpoltsteins „Oldtimer“ Nico Christ ist derzeit zusammen mit dem 21-jährigen Japaner Hibiki Tazoe (7:1) der beste Spieler im hinteren Paarkreuz. Wenn der 35-jährige Physiker trotz oder gar wegen seiner Vaterschaft seine überragende Form beibehält, könnte es tatsächlich was mit einem Hilpoltsteiner Punktgewinn werden. Voraussetzung ist allerdings, dass Alexander Flemming (6:8) und Petr David (4:9) gegen das beste vordere Paarkreuz der Liga bestehen können. Und das wird extrem schwer: Der 19-jährige tschechische Shooting-Star Tomas Polansky (8:2) mischt die Liga ebenso auf wie sein neuer Paarkreuz-Kollege Deni Kozul (6:2) aus dem aufstrebenden Slovenien. Das tägliche Training am Olympia-Stützpunkt Saarbrücken macht die beiden Großtalente immer besser – es wird spannend sein mitzuerleben, ob sich die beiden Profis für die bittere Pokal-Pleite in Hilpoltstein revanchieren können.

Ausschlaggebend dürften wieder einmal die Doppel werden. In dieser Disziplin hat der Gast aus Saarbrücken (7:3) bisher einen Vorteil gegenüber den Hausherren (6:8). Doch in diesem Roulette-Spiel ist alles möglich, besonders wenn ein begeistertes Publikum eine Mannschaft puscht: in Hilpoltstein wird die Halle wieder gut gefüllt sein – trotz oder wegen des gleichzeitig stattfindenden Weihnachtsmarkts.

Wer es nicht in die Stadthalle schafft, kann das Spiel am Liveticker verfolgen.

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