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Hip II in der Tischtennis-Oberliga nicht zu stoppen

Hilpoltstein (mu) – Die zweite Mannschaft des TV Hilpoltstein hat am Wochenende ihren beeindruckenden Siegeszug durch die Tischtennis-Oberliga fortgesetzt. Dabei hat sie sich am Samstag im Gymnasium weder vom im Hinspiel noch zu guten TTC Passau (9:1) noch vom Spitzenteam aus Windsbach (9:4) stoppen lassen. Damit sind die Mannen um Kapitän Andreas Wechsler zweifelsohne das Team der Stunde und dürften sich wohl sogar ein bisschen ärgern, dass sie in der Hinserie so viele Punkte haben liegen lassen.

Jaka Golavsek

Denn in der jetzigen Form dürfte man sich sogar berechtigte Chancen ausrechnen, ganz oben reinzurutschen in der Tabelle. In der Realität dürfte dieser Zug freilich längst abgefahren sein, schließlich war man doch vor zwei Monaten noch mit 3:11 Punkten auf dem vorletzten Platz rangiert. Doch acht Wochen und sage und schreibe sieben (!) Seriensiegen später sieht die TV-Welt inzwischen ganz anders aus. Statt der immer wieder kehrenden Frage nach der Entledigung der Abstiegssorgen werden die Burgstädter inzwischen immer häufiger gefragt, wer sie denn noch stoppen soll in der restlichen Oberligasaison. Nicht wenige sogenannte Experten hatten diese Frage zuletzt beantwortet mit dem TSV Windsbach, der am Samstagabend in Hilpoltstein antrat. Eine sicher berechtigte Einschätzung, zählen die Mittelfranken doch zu den vier Teams, die im Tableau den anderen Mannschaften doch deutlich enteilt sind. Im direkten Duell ging der TV Hilpoltstein dann freilich derart motiviert zu Gange, dass die Gäste von Anfang an keine Chance hatten zur Entfaltung zu kommen. Einen wichtigen 2:1-Vorsprung nach den Doppeln durch zwei Erfolge von Golavsek/Hörmann sowie Kabacinski/Wechsler bauten die Gastgeber binnen einer Stunde auf 6:2 aus. Auch zwei Niederlagen von Andreas Wechsler gegen den starken Bulgaren Kostatin Kostadinov sowie Jaka Golavsek gegen Tobias Ehret konnten Hilpoltstein nicht bremsen. Denn in der Folge durften wieder die drei seit Wochen überragenden TV-Akteure Hannes Hörmann, Sebastian Hegenberger und Tomek Kabacinski in die Box gehen.

Und wie schon in der gesamten Rückserie konnte sich Teammanager Uli Eckert auf die drei Angreifer verlassen: Hannes Hörmann stellte zunächst mit einer spielerisch wie mental reifen Leistung gegen den jungen Tschechen Denis Benes auf 7:4. Nachdem er zuvor schon den Gäste-Einser Tobias Ehret mit einer fehlerfreien Vorstellung entzaubert hatte, machte er im zweiten Einzel einen 1:2-Satzrückstand wett und siegte noch zweimal glatt. Nicht minder stark war der Auftritt von Sebastian Hegenberger, der wie eigentlich alle TV-Talente zuletzt eine sensationelle Entwicklung genommen hat. Dass er Martin Bindac derart glatt bezwingen würde, war bemerkenswert. Dass er den zweiten Tschechen, Waldemar Pal dann spielerisch niederhalten würde und am Ende auch noch im Kopf so stark war (13:11 im Entscheidungssatz), war ein kleines Meisterstück des jungen Realschülers. Dass zudem Spielertrainer Tomek Kabacinski nach seiner langen Verletzung immer besser in Tritt kommt und in der Mitte sicher zu den Allerbesten gehört, belegen seine beiden deutlichen 3:1-Siege vom Samstagabend eindrucksvoll. Den neunten Zähler hatte zuvor bereits der dritte Youngster im Team, Matthias Danzer geholt: mit einem haushohen 3:0 über Gästekapitän Andreas Staudacher setzte das nächste Toptalent im TV-Stall seine tolle Entwicklung fort.

Der 9:1-Sieg gegen Passau wenige Stunden zuvor war zu diesem Zeitpunkt schon fast vergessen, obgleich auch diesem eine ganz starke Mannschaftsleistung vorausgegangen war. Wie gegen Windsbach hatten auch hier die Paarungen Golavsek/Hörmann und Kabacinski/Wechsler für eine 2:1-Führung gesorgt. Der am Abend etwas müde wirkende Frontmann Jaka Golavsek hatte durch zwei glatte Siege gegen Christoph Mader und Martin Schauer den auf dem Papier größten Anteil am Erfolg, derweil sich auch alle seine Mannschaftskameraden schadlos hielten. Dass keiner der Erfolge knapp ausfiel, belegt die Überlegenheit der Burgherren eindrucksvoll. Herausragend war inmitten zahlreicher starker Leistungen freilich der Auftritt von Andreas Wechsler. Der sympathische Mannschaftsführer ließ Torsten Schaller, seit Jahrzehnten eine Bank in der Oberliga, überhaupt keinen Stich.

Lohn für zwei tolle Mannschaftsleistungen ist nun der vorübergehende Sprung auf Rang drei in der Tabelle, wenngleich das aufgrund der gegenüber der Konkurrenz mehr absolvierten Spiele sicher nur eine Momentaufnahme ist. Dennoch genoss Manager Uli Eckert den Moment wie sein überglückliches Sextett. Wie es denn zu der Leistungsexplosion und Entwicklung zur Mannschaft der Stunde binnen weniger Wochen kommen konnte, wurde der frühere Oberligaakteur gefragt. „Wir haben hier eine ganz tolle Mischung von außergewöhnlichen Talenten, die allesamt enorm ehrgeizig und trainingsfleißig sind, daneben mit Golavsek einen starken Einser und mit Kabacinski einen überragenden Mann in der Mitte. Da sich auch unser Kapitän Andreas Wechsler toll akklimatisiert hat in dieser starken Klasse, haben wir keinen Schwachpunkt. Und die Bodenhaftung wird bei uns sicher keiner verlieren.“ Sollte er Recht behalten, dürften noch weitere Punkte auf der Habenseite folgen in den letzten Duellen.

TV Hip II – TTC Passau II 9:1

TV HIP II – TSV Windsbach 9:4

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Jubiläumsheft (pdf)

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