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Chancenlos gegen oberbayerische Spitzenteams

Hilpoltstein (mu) – Das Wochenende der zweiten Tischtennismannschaft des TV Hilpoltstein darf man getrost unter der Kategorie „Erfahrung sammeln“ verbuchen. Im Doppel-Heimspiel gegen die Spitzenteams aus Fürstenfeldbruck (3:9) sowie Bayern München II (2:9) hatte der Oberliga-Neuling erwartungsgemäß nichts zu bestellen.

Basti Hegenberger

Zwar hätte sich das jüngste Team der Liga nach TV-Kapitän Andreas Wechsler „schon den einen oder anderen Spielgewinn mehr erhofft“ gegen die beiden Topmannschaften. Dennoch war man als klarer Außenseiter in die Duelle gegangen, und hat augenscheinlich auch noch eine durchaus ungewöhnliche Anhäufung von Verletzungen im Kader zu beklagen: Neuzugang Johannes Stumpf fällt bereits seit Wochen mit einer Schulterverletzung ganz aus. Die anderen beiden Youngster Sebastian Hegenberger (Patellasehne) und Hannes Hörmann (Achillessehne) hatten zudem bereits im Training über Beschwerden geklagt, die auch in den Spielen am Samstag nicht ganz zu übersehen waren. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch der polnische Spitzenmann Tomek Kabacinski am Schlagarm, sodass mit Mannschaftsführer Wechsler und dem für Stumpf in die Bresche gesprungenen 13jährigen Nachwuchscrack Matthias Danzer nur noch zwei richtig fitte Spieler im Kader standen.

Gegen Fürstenfeldbruck, angeführt vom Ex-Hilpoltsteiner Andras Podpinka, hatte Kabacinski noch an der Seite von Jaka Golavsek mit einem glatten 3:0 über Joffre/Schinkel für einen gelungenen Auftakt gesorgt. Hörmann/Danzer (gegen Podpinka/Csetle) und Hegenberger/Wechsler (gegen Sampakidis/Krämer) hatten derweil keine Chance auf einen Satzgewinn. Spätestens nachdem Tomek Kabacinski beim 1:3 gegen Tomas Joffre zu viele Chancen liegen ließ und Jaka Golavsek gegen Andras Podpinka wenig zu bestellen hatte, war der Spielverlauf vorgezeichnet. Daran konnten auch die beiden einzigen Einzelerfolge des Spiels nichts ändern: Hannes Hörmann zeigte im Duell der beiden Schüler gegen Sampakidis eine starke Leistung und behielt mit 3:1 die Oberhand. Den zweiten Zähler verzeichnete derweil der hoch konzentriert agierende Andreas Wechsler gegen Gäste-Ersatzmann Marc Schinkel (3:0). Sebastian Hegenberger und Matthias Danzer hätten bei ihren 1:3-Pleiten gegen den Ungarn Zoltan Csetle bzw. Andreas Krämer ihre Chancen noch besser nutzen müssen. So ging es beim Stand von 3:6 in den zweiten Durchgang, in dem die Gäste schnell einen Schlussstrich setzten: der verletzte Kabacinski konnte gegen Podpinka gar nicht mehr antreten. Jaka Golavsek zeigte eine prima Leistung gegen Joffre, unterlag aber knapp mit 8:11. Ebenso im Fünften unterlag Hörmann, der in einem sehenswerten Duell gegen Csetle erst am Ende nichts mehr zu bestellen hatte.

Knapp eineinhalb Stunden später erfolgte dann schon der Anpfiff gegen die Zweitvertretung von Drittligist Bayern München, neben Fürstenfeldbruck und Windsbach eines der Topteams der Liga. Das stellte sie gleich mit einem starken 4:0-Auftakt unter Beweis, mit dem sie die Burgherren völlig überfahren hatte. Selbstbewusst hatten die Gäste die Doppel gedreht und damit auch auf die Verletzung von Kabacinski reagiert, diesmal nur im Zweierdoppel mit Matthias Danzer.

Golavsek/Hörmann unterlagen glatt mit 0:3, Hegenberger/Wechsler hätten nach einer tollen Leistung gegen Synkule/Deutsch (10:12 im letzten Satz) einen Erfolg verdient gehabt. Nach der kampflosen Kabacinski-Niederlage gegen Daniel Rinderer konnte immerhin Jaka Golavsek den Trend stoppen: mit einer ganz starken Leistung hielt er Gäste-Topmann Uwe Liebchen in einem äußerst sehenswerten Duell mit 3:2 nieder. Ebenfalls ganz stark agierte der 16jährige Sebastian Hegenberger, der in einem weiteren Duell zweier bayerischer Nachwuchstalente Nico Longhino gar keine Chance ließ. Nur zu Beginn ihrer Spiele witterten Hannes Hörmann (gegen Köppl), Andreas Wechsler (gegen Deutsch) und Matthias Danzer (gegen Synkule) eine Chance, unterlagen in der Folge aber allesamt mit 1:3. Nun war das Spiel natürlich endgültig entschieden, Kabcinski gab auch sein zweites Spiel gegen Uwe Liebchen verletzungsbedingt ab, dessen Mannschaftskollege Daniel Rinderer beendete die einseitige Begegnung in der Folge mit einem 3:0 über Jaka Golavsek.

Teammanager Uli Eckert war in der Folge sichtlich bemüht die Ergebnisse zu relativieren und gab gleich die Marschroute für die nächsten Begegnungen aus: „Wir sind das jüngste und unerfahrenste Team mit aktuell großen Verletzungssorgen“. Bis zum nächsten Doppelstart gegen Gräfelfing und Passau hofft der umtriebige Eckert darauf, dass die Verletzungssorgen deutlich weniger werden, „damit wir mit weiteren Punktgewinnen möglichst weit von der Abstiegszone fernbleiben.“

TV HIP II – Fürstenfeldbruck 2:9

TV HIP II – Bayern II 2:9

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