Hauchdünne Niederlage in Thüringen(bb) – Den Tischtenniscracks des TV Hilpoltstein klebt auch bei ihrer Reise nach oben das Pech am Schläger. Auf dem Weg ins vordere Tabellendrittel kassierten sie beim Thüringer Traditionsverein Post SV Mühlhausen eine denkbar knappe 9:7-Niederlage – der Traum von der Tabellenführung war geplatzt. Jetzt heißt es, sich weiter hinten anzustellen. Dabei hatte alles so gut angefangen... Die angekündigte Umstellung der Doppel machte sich sofort bezahlt. Diesmal kamen die Hilpoltsteiner mit einer 2:1-Führung aus den Eingangsdoppeln, wobei Philipp Floritz und Alexander Möst im zweiten Satz sogar die Chance hatten, das Spitzendoppel der Gastgeber zu knacken. Doch mehrere vergebene Satzbälle zerstörten die Hoffnungen der Hilpoltsteiner, gar mit 3:0 in Führung zu gehen. Das neuformierte Dreier-Doppel Podpinka/Bindhammer erfüllte hingegen mit einem 3:0-Sieg gegen die eingespielte Paarung Theissmann/Ungruhe alle Erwartungen. Von Philipp Floritz hatte man erwartet, dass er seine in letzter Zeit etwas zu defensive Spielweise gegen Tang Bing, den mit Abstand besten Spieler der letzen Saison, aufgeben würde. Doch anscheinend bekommt der 17-jährige seine durchaus vorhandene Vorwärts-Strategie mental noch nicht auf die Reihe. Im vierten Satz führte er gegen den eingedeutschten Chinesen mit 7:3, doch er konnte den Sack nicht zumachen, sondern verlor diesen Durchgang noch mit 10:12 und danach das ganze Spiel. Völlig von der Rolle war das hintere Paarkreuz der Gäste. Felix Bindhammer und der etwas kränkelnde Alexander Möst, die Hilpoltsteiner Urgesteine, schafften gegen die nicht mehr ganz taufrischen Björn Ungruhe, 33, und Milan Orlowski, 56, keinen einzigen Punkt. Und nachdem Philipp Floritz auch im zweiten Durchgang gegen den Tschechen Petr David leer ausging, gab es drei sieglose Akteure in der Hilpoltsteiner Sechs – einfach zu viel für einen Punktgewinn. Da nutzte es auch nichts, dass Andras Podpinka diesmal die Erwartungen erfüllte und nach Abwehr von Matchbällen gegen Jindrich Pansky zwei Zähler sicherte und dass auch Thomas Demek gegen seinen Freund und Landsmann in fünf Sätzen gewann. „Star“ der Mittelfranken war erneut der Sachse Alexander Flemming. Der sympathische Neuzugang hatte sich schon in den beiden ersten Begegnungen in die Herzen der Hilpoltsteiner Fans gespielt. Nach seinen beiden Erfolgen in Mühlhausen dürfte er beim nächsten Heimspiel am 3. Oktober gegen Fulda noch mehr Ovationen entgegen nehmen. Wie er den starken Tang Bing zerlegte, war jedenfalls erneut eine Augenweide. Schade, eine reele Chance auf die Tabellenführung war vertan. Die Enttäuschung auf der Rückfahrt war entsprechend groß. Der Kampfgeist im Hilpoltsteiner Lager ist indes ungebrochen. Post SV Mühlhausen – TV Hilpoltstein 9:7 Tang Bing/Pansky – Flortz/Möst 11:5, 13:11, 6:11, 11:6; David/Orlowski – Flemming/Demek 7:11, 5:11, 8:11; Theissmann/Ungruhe –Podpinka/Bindhammer 11:13, 8:11, 9:11; Tang Bing – Floritz 7:11, 11:4, 11:13, 12:10, 11:5; David – Flemming 13:11, 9:11, 9:11, 7:11; Theissmann – Demek 4:11, 11:6, 11:8, 13:11; Pansky – Podpinka 7:11, 11:8, 7:11, 11:9, 10:12; Ungruhe – Möst 11:5, 11:4, 8:11, 8:11, 11:8; Orlowski – Bindhammer 11:7, 11:9, 11:4; Tang Bing- Flemming 7:11, 7:11, 11:5, 11:7, 9:11; David – Floritz 11:7, 9:11, 11:6, 11:5; Theissmann – Podpinka 8:11, 8:11, 5:11; Pansky – Demek 7:11, 12:10, 11:8, 7:11, 7:11; Ungruhe – Bindhammer 11:8, 11:6, 11:8; Orlowski – Möst 11:8, 9:11, 11:9, 11:4; Tang Bing/Pansky – Flemming/Demek 11:7, 15:13, 11:3. |