Nur das Endergebnis passte nichtHILPOLTSTEIN (aar) – Neuer Zuschauerrekord in dieser Saison, kampfstarke Gäste und ein ungemein spannender Spielverlauf – eigentlich hätte alles gepasst beim letzten Heimspiel des TV Hilpoltstein in der Vorrunde, wäre da nicht das Endergebnis gewesen. Mit 7:9 verloren die Tischtennis-Cracks am Ende gegen den ASV Grünwettersbach und rutschten dadurch auf den siebten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga Süd ab.Trotzdem waren die rund 350 Tischtennis-Fans in der Hilpoltsteiner Stadthalle, darunter eine Busladung Grünwettersbacher Anhänger, voll auf ihre Kosten gekommen. Das Schlussdoppel, das Alexander Flemming und Tomas Demek gegen Yang Lei und Geir Andre Erlandsen nach fünf hart umkämpften Sätzen verloren, spiegelte den wechselhaften Spielverlauf noch einmal eindrucksvoll wider. Die Burgstädter hatten bereits mit 6:4 und 7:6 geführt, konnten ihren Vorsprung aber nicht über die Ziellinie retten.Wie im Vorfeld schon befürchtet, gaben die Doppel an diesem Tag den Ausschlag, wobei Philipp Floritz und Alexander Möst hierbei aber für den ersten Höhepunkt des Tages sorgten. Die beiden TV-Cracks zeigten gegen das chinesisch/norwegische Duo Yang/Erlandsen einige unglaubliche Ballwechsel, erhielten vom begeisterten Publikum wiederholt Szenenapplaus und setzten sich am Ende mit 11:6 im vierten Satz durch. Die beiden anderen Hilpoltsteiner Doppel hin gegen machten diesmal keinen Stich, so dass die Gastgeber mit einem 1:2-Rückstand in die Einzel gingen.Vor allem Alexander Flemming, der wegen einer hartnäckigen Halsentzündung schon die ganze Woche über Antibiotika hattionalspieler Adam Robertson – der beste Gäste-Akteur an diesem Tag – zog Flemming in drei Sätzen den Kürzeren, aber dann entdeckte die Hilpoltsteiner Nummer eins wieder ihr Kämpferherz und hielt den eingedeutschten Chinesen Yang Lei in vier Sätzen nieder. Auch Philipp Floritz trotzte dem deutschen Vizemeister von 2008 einen Sieg ab, sodass die Hilpoltsteiner Aktien wieder stiegen. Felix Bindhammer hingegen war gestern völlig indisponiert und zog sowohl im Doppel mit Andras Podpinka als auch in beiden Einzeln den Kürzeren. Eine schwere Hypothek, denn mindestens ein Punkt des Lokalmatadoren war fest eingeplant gewesen. Bindhammer ist derzeit einfach im Kopf nicht frei, darüber hinaus klebte ihm in einigen Situationen das Pech am Schläger. Pech hatte einige Male auch Alexander Möst in seinem zweiten Einzel gegen Joachim Sekinger beim Stand von 7:7. Im ersten Satz hatte die Hilpoltsteiner Kämpfernatur bereits mit 6:0 und 8:2 geführt, zog aber mit 8:11 den Kürzeren. Im zweiten Durchgang lag er bereits mit 9:1 vorne, gewann dann aber mit Müh‘ und Not 11:8. Danach war Möst jedoch platt und verlor schließlich nach fünf zum Teil dramatischen Durchgängen. Ähnlich war dann die Dramaturgie im Schlussdoppel, und so mussten die Hilpoltsteiner Asse nach über vier Stunden Spielzeit ihren Gästen zum Sieg gratulieren. TV Hilpoltstein – ASV Grünwettersbach 7:9: Doppel: Flemming/Demek - Robertson/Sekinger 8:11, 9:11, 9:11; Floritz/Möst - Yang/Erlandsen 11:4, 12:10, 3:11, 11:6; Podpinka/Bindhammer - Baum/Miszewski 4:11, 7:11, 11:5, 9:11; Einzel: Alexander Flemming - Adam Robertson 8:11, 8:11, 9:11; Philipp Floritz - Yang Lei 11:2, 10:12, 11:9, 5:11, 11:8; Andras Podpinka - Björn Baum 11:9, 11:7, 13:11; Tomas Demek - Geir Andre Erlandsen 9:11, 12:10, 3:11, 11:9, 11:8; Felix Bindhammer - Joachim Sekinger 5:11, 10:12, 7:11. Alexander Möst - Marcin Miszewski 12:10, 11:9, 9:11, 12:14, 11:8; Alexander Flemming - Yang Lei 8:11, 11:3, 12:10, 11:8; Philipp Floritz - Adam Robertson 11:3, 8:11, 10:12, 8:11; Andras Podpinka - Geir Andre Erlandsen 11:8, 6:11, 8:11, 12:10, 8:11; Tomas Demek - Björn Baum 11:6, 11:8, 8:11, 11:6; Felix Bindhammer - Marcin Miszewski 8:11, 7:11, 11:7, 9:11; Alexander Möst - Joachim Sekinger 8:11, 11:8, 11:7, 6:11, 6:11; Schlussdoppel: Flemming/ Demek - Yang/Erlandsen 11:7, 9:11, 1:11, 11:4, 7:11. |